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Nach beherztem Auftritt: Punkteteilung mit dem FCN

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Über 90 Minuten lang alles probiert, am Ende steht immerhin ein Punkt auf der Habenseite: Gegen den Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg heißt es nach einem mutigen Auftritt 3:3 (1:2).

Foto: Huebner

Die Lilien starteten sehr kompakt und störten breit gestaffelte Nürnberger bereits im Aufbauspiel. Zudem ließ der SV 98 das Spielgerät gut in den eignen Reihen laufen. Die konzentrierte Anfangsphase wurde dann auch gleich belohnt. Nach einer langen Hereingabe kam Marvin Mehlem an der Strafraumkante an den Ball und steckte auf Fabian Holland durch, der in die Mitte flanke. Dort vollstreckte Serdar Dursun aus kurzer Distanz zur Führung (6.).

Ein Ballverlust im Mittelfeld brachte dann aber den Gast ins Spiel, der bis dato in der Offensive kaum in Erscheinung getreten war. Robin Hack lief nach einem Steilpass von Nikola Dovedan frei auf das Tor der Darmstädter und blieb eiskalt. Das 1:1 nach 9 Minuten.

Der fränkische Gast wurde nun aktiver und es entwickelte sich ein offenes Spiel. Die Lilien hielten aber weiter an ihrem Spiel aus der Anfangsphase fest und versuchten, mit schnellen Kombinationen nach vorne zu kommen.

Dennoch war es der 1.FC Nürnberg, der in dieser Phase die nächste Gelegenheit hatte. Einen Freistoß aus zwanzig Metern von Johannes Geis konnte Keeper Florian Stritzel aber entschärfen (12.)

Die Lilien blieben das agierende Team und kamen immer wieder mit viel Tempo über die Außenbahnen. Oftmals fehlte im letzten Drittel aber die Präzision. Vor allem über die rechte Seite marschierte der SV Darmstadt 98 in Person von Marcel Heller. In der 27. Minute war Heller dann frei durch, doch Nürnbergs Schlussmann Christian Mathenia parierte aus spitzem Winkel.

Die Lilien blieben auf dem Gaspedal, während sich der Club immer weniger befreien konnte. In der 31. Spielminute zappelte der Ball dann auch im Tor der Gäste. Nach einer Flanke von Marvin Mehlem war es wieder Serdar Dursun, der per Kopf vollstreckte. Diesmal wurde der Treffer aber vom Schiedsrichtergespann annulliert, da Patrick Herrmann im Vorlauf dieser Szene im Abseits stand.

In der Folge ließ sich das Team von Dimitrios Grammozis nicht aus dem Konzept bringen und spielte weiter auf den zweiten Treffer. Der FCN bekam offensiv dagegen kaum Zugriff.

Wie aus dem Nichts fiel daher die Führung für den Gast. Knapp zwanzig Meter vor dem Gehäuse der Lilien schloss Nürnbergs Michael Frey aus der Drehung ab. Das schmeichelhafte 1:2 zur Pause.

Auch der zweite Durchgang sollte wieder große Rasanz bereit halten. Zunächst zeigten sich beide Teams aber ein wenig abwartender, Chancen gab es aber weiterhin auf beiden Seiten. Nach 50. Minuten war es Hack, der den Ball aus kurzer Distanz aber am Tor vorbeilegte.

Fünf Minuten später tauchte Dovedan In Folge eines Standards frei vor Keeper Stritzel auf, doch auch diese Chance ließ das Team von Damir Canadi ungenutzt (55.).

In dieser Phase wurden die Darmstädter hauptsächlich über das schnelle Umschaltspiel gefährlich. Nach knapp einer Stunde kam Fabian Holland im Zuge eines solchen Gegenangriffes aus der Distanz zum Abschluss. Sein Schuss landete knapp neben dem Tor der Nürnberger.

Mit der Einwechselung von Yannick Stark und Ognjen Ozegovic brachte Grammozis neue Impulse von der Bank, die sich gleich im Spiel bemerkbar machten. Nach Vorlage von Dursun kam Stark aus halblinker Position zum Abschluss. Nachdem Christian Mathenia zunächst parierte, kam Stark nochmal an den Ball, schaffte es aber nicht, das Spielgerät im Tor unterzubringen (63.).

Rund 10 Minuten später sorgte dann Dario Dumic für den verdienten Ausgleichstreffer. Nach einem Stark-Freistoß drückte der Innenverteidiger den Ball am langen Pfosten über die Linie. Ein Treffer, der zunächst aberkannt wurde, durch den Videobeweis aber seine Gültigkeit fand, da nicht Dumic, sondern der nicht involvierte Skarke im Abseits gestanden hatte.

Dumics Treffer leitete eine packende Schlussviertelstunde ein, in der Dursun seine Farben mit seinem zweiten Treffer zunächst auf die Siegerstraße einbiegen ließ, als er nach einem Missverständnis in Nürnbergs Defensive den Ball zum 3:2 in die Maschen schob. Doch das Schlusswort gehörte den Gästen, die in Person von Hack noch einmal zurückschlagen konnten und sogar noch die Chance auf den Auswärtssieg besaßen, als Sebastian Kerk mit einem Freistoß den Pfosten traf (90+2). 

 

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