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Großer Aufwand, Punktgewinn als Belohnung

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Erneut dem Favoriten ein Bein gestellt: Gegen den Hamburger SV erkämpften sich die Lilien ein 2:2 (1:2) – der nächste Punktgewinn gegen einen Aufstiegsaspiranten nach dem Unentschieden gegen den VfB Stuttgart. Zweimal ging der HSV in Führung, zweimal kämpften sich die Hausherren dank Serdar Dursun zurück (32., 58.).

Foto: Huebner/Ulrich

In der Anfangsphase der Partie versuchte der Hamburger SV, das Kommando durch längere Ballbesitzphasen zu übernehmen. Der SV 98 war in der Defensive gefordert, setzte in der Offensive auf schnelle Umschaltaktionen. Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste: Nach einer Flanke von Tim Leibold kam Bakery Jatta zum Kopfball (8.), den Lilien-Kapitän Fabian Holland zur Ecke klären konnte. Der anschließende Eckstoß landete auf dem Fuß von Leibold (9.), der gefährlich aufs Tor schoss, den Schuss aber zu hoch ansetzte.

Der SV 98 kam in der Folge besser in die Partie und hatte durch Seung-ho Paik (15.) die erste Torannäherung. Doch wenig später mussten die Hausherren den ersten Gegentreffer hinnehmen. Jatta initiierte den Angriff mit einem Pass raus auf Khaled Narey. Dessen Flanke verwertete Lukas Hinterseer (18.) in der Mitte per Kopf zur 1:0-Führung der Gäste.

Die Lilien zeigten sich im Anschluss gewillt, den Rückstand schnell zu egalisieren. Jedoch fehlte es dem SV 98 an der nötigen Präzision im letzten Drittel. So verpasste Serdar Dursun (25.) eine flache Hereingabe von Patrick Herrmann nur um Zentimeter. Wenig später stand der Stürmer der Lilien erneut im Fokus (26.), als er im Strafraum von Timo Letschert am Trikot gezogen wurde – für den Unparteiischen offenbar zu wenig für einen Elfmeter. Die Lilien drückten, liefen aber in einen Konter der Rothosen, den Marcel Schuhen mit einer starken Parade gegen Martin Harnik (30.) entschärfen konnte.

Dann waren wieder die Lilien am Drücker – mit Erfolg: Bei der scharfen sowie flachen Hereingabe von Holland, der ein punktgenauer 50-Meter-Diagonalball von Dario Dumic vorausgegangen war, stand Dursun im Fünfmeterraum goldrichtig und drückt die Kugel über die Linie – 1:1 (35.). Der verdiente Ausgleich, nachdem sich der HSV nach dem Führungstreffer mehr und mehr zurückgezogen hatte, die Lilien dagegen aber griffiger, ballsicherer sowie deutlich gefährlicher waren.

Kurz vor der Pause hatte dann aber der HSV noch einmal eine gefährliche Freistoßsituation leicht rechtsversetzt vor dem Lilien-Tor. Leibold legte sich den Ball zurecht und setzte die Kugel an den Pfosten. Der Abpraller landete genau auf dem Fuß von Jatta (45.), der aus wenigen Metern zur 2:1-Führung für die Gäste traf.

Keine dreieinhalb Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, schon gab es den ersten Aufreger: Im Strafraum des HSV ging Marvin Mehlem (49.) nach einem Zweikampf mit Narey zu Boden. Der VAR überprüfte die Szene, doch das Schiedsrichtergespann entschied nicht auf Strafstoß. Auf der Gegenseite traf der eben noch hinten geforderte Narey das Außennetz (53.).

Das Spiel gestaltete sich in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit offen – mit Vorteilen für die Lilien. Einen langen Ball in die Spitze legte Holland mit dem Kopf auf Tobias Kempe ab. Die Nummer elf des SV 98 fackelte nicht lange und knallte die Kugel aus der Distanz auf den Kasten des HSV. Keeper Daniel Heuer-Fernandes konnte nur nach vorne abwehren, sodass Dursun den Abpraller direkt auf den Fuß bekam. Wieder stand der Stürmer der Lilien goldrichtig, wieder erzielte er den Ausgleich – Doppelpack, 2:2 (58.).

Darmstadt macht auch im Anschluss weiter Druck, Hamburg konterte. Doch Jatta (67.) scheiterte mit seinem Abschluss am wachsamen Lilien-Keeper. Völlig offen war dagegen, ob es noch einen Sieger in dieser Partie geben würde. Beide Mannschaften kamen immer wieder gefährlich ins letzte Drittel. Keines der beiden Teams konnte sich jedoch ein echtes Chancenplus erspielen. In der 76. Minute hätte es dann passieren können: Der SV 98 konterte über den eingewechselten Marcel Heller, dessen Flanke Dursun in der Mitte aber nicht verwerten konnte - Heuer-Fernandes sicher.

Auf der Gegenseite klingelte es dagegen vermeintlich zum dritten Mal: Nach einem Eckball von Sonny Kittel bekamen die Lilien den Ball nicht weg. Rick van Drongelen (78.) köpfte die Kugel ins Tor. Doch der Treffer zählte nicht, weil Jatta sowohl im Abseits stand als auch aktiv ins Spielgeschehen eingriff. Das ergab die Überprüfung durch den Videoassistenten. In der Nachspielzeit war dann noch einmal Marcel Schuhen gefordert. Der Lilien-Keeper parierte einen Schuss des HSV durch Jaira aus kurzer Distanz sensationell. Danach gab es aber noch einmal Freistoß für die Gäste: Die Lilien konnten klären und Schiedsrichter Arne Aarnink pfiff die Begegnung ab.

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