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Der Konkurrenz stellen

Profis

Auf den Stau auf der A5 hat er nur wenig Lust. Deshalb ist Nicolai Rapp nach seinem Wechsel aus der Hauptstadt nach Südhessen nicht wieder in die Heimat gezogen. In die Heimat? Der Neuzugang des SV Darmstadt 98 ist nicht einmal 60 Kilometer vom Böllenfalltor entfernt geboren - in Heidelberg, um genau zu sein. "Nach Hause ist es nicht allzu weit. Aber ich bevorzuge es, dort zu wohnen, wo ich arbeite, wo ich spiele", betont Rapp, der sich auf das kommende halbe Jahr freut.

Huebner/Ulrich

Bis zum Sommer haben die Lilien den 23-Jährigen von Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin ausgeliehen. Die Entscheidung für den SV 98 fiel schnell. "Ich habe sehr gute Gespräche geführt und direkt ein gutes Gefühl gehabt. Als ich dann vor Ort war und die Kulisse hier gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich das gerne machen würde“, erklärt er und ist nun endlich angekommen. Drei Trainingseinheiten mit der Mannschaft hat er mittlerweile in den Knochen. Sein Eindruck sei absolut positiv. "Ich wurde sehr gut aufgenommen und konnte mich direkt gut eingliedern“, freut sich Rapp, den nun ein harter Konkurrenzkampf erwartet.

Denn die Lilien gehen mit vier gesunden Innenverteidigern in die restliche Rückrunde. Mit Dario Dumic und Immanuel Höhn lief in der Hinrunde in allen Spielen dasselbe Pärchen auf dieser Position auf. Das hat auch Rapp registriert. "Die beiden haben es sehr gut gemacht. Doch jeder hat seine Qualitäten“, sagt er und will sich auf keinen Fall verstecken. Im Gegenteil. "Ich habe vor meinem Wechsel nichts versprochen bekommen. Jeder muss seine Leistung bringen und Gas geben. Dann sehen wir, wer spielt.“

So will Rapp seine Chance bei den Lilien nutzen, so oft wie möglich auf dem Platz stehen – etwas, was ihm bei Union Berlin zuletzt häufig verwehrt blieb. "Dennoch weiß ich, was in der 2. Bundesliga verlangt wird“, erklärt der Defensivspieler, der bereits 63-Mal in Deutschlands zweithöchster Spielklasse zum Einsatz kam. Nun sollen weitere Spiele hinzukommen. Bevor das ab dem ersten Pflichtspiel im neuen Jahr gegen Holstein Kiel (29.01., 20.30 Uhr) der Fall sein könnte, will er aber noch an anderer Stelle erfolgreich sein: "Ich bin derzeit noch auf Wohnungssuche.“ Schließlich will er direkt in Darmstadt wohnen. Auf den Stau auf der A5 hat er keine Lust.

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