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Dauerkarteninhaber #soliDArisch am Bölle

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Selbstverständlich finden auch die ausstehenden Partien im Merck-Stadion in Form von Geisterspielen statt. Dennoch werden beim Heimspiel gegen St. Pauli zahlreiche Sitzplätze besetzt sein. Und zwar in Form von Fotos und Namenschildern tausender Dauerkarteninhaber, die auf eine Rückerstattung für ihre Saisontickets verzichtet haben. Auf der Gegengerade und der Nordtribüne wohnen die Lilienfans den Partien dadurch in einem symbolischen Akt bei.

Foto: Huebner/Ulrich

Schon Anfang März reifte dieser Gedanke im Verein, wie Tim Strack, Büroleiter der Fan- und Förderabteilung und Mitinitiator der Aktion erklärt: "Als klar wurde, dass Spiele ohne Zuschauer stattfinden könnten, haben wir uns damit auseinandergesetzt, wie wir eine Symbolik für Dauerkarteninhaber schaffen können. Wir haben uns bereits damals die Option überlegt, bei der die Leute Bilder hochladen. Als dann klar war, dass die Liga wieder spielen wird, haben wir diesen Plan wieder aufgenommen und auch eine sehr gute Resonanz bekommen."

Strack ist es zudem wichtig klarzustellen, dass die hochgeladenen Bilder und Namensschilder nicht dazu dienen, um das Spiel für den TV-Zuschauer "aufzuhübschen": "Es geht um die reine Symbolik für die Leute, die sonst bei Wind und Wetter im Stadion sind und nun auf eine Rückerstattung für ihre Dauerkarte verzichtet haben."

Gemeinsam mit 30 ehrenamtlichen Helfern aus FuFa und der Fanszene hat Strack die Bilder und Namen der Lilienfans am Freitag "in Akkordarbeit" auf der Gegengerade und der Nordtribüne befestigt. Ein Arbeitseinsatz von fast vier Stunden, da ein Großteil der Dauerkarteninhaber diese Möglichkeit der Dauerkartenrückerstattung gewählt hat. "Wir haben insgesamt etwas mehr als 3000 Bilder bekommen, dazu haben sich 2600 Leute mit ihrem Namen solidarisch gezeigt. Die Fotos haben wir auf den Sitzplätzen der Gegengerade angebracht, die Namensschilder auf der Nordtribüne“, so Strack, der sich jedes einzelne Foto im Vorfeld angeschaut hat und ein entsprechendes Fazit ziehen kann: "Es gibt ganz viele kreative Einfälle. Zeichnungen, Leute mit und ohne Masken, Gruppenbilder, besondere Lilien-Momente. Einige haben auch ein Bild ihres Lieblingsspielers geschickt."

Und so wird zumindest ein symbolischer Akt der Unterstützung möglich sein, wenn die Lilien gegen den FC St. Pauli erstmals seit dem 7. März wieder zu einem Heimspiel antreten.

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