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Keine Punkte in Regensburg

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Nach zuletzt drei ungeschlagenen Partien in Folge musste der SV Darmstadt 98 am 30. Spieltag der 2. Bundesliga wieder eine Niederlage hinnehmen. Das Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg verloren die Lilien mit 0:3 (0:1). Correia (7.), Besuschkow (52.) und George (77.) erzielten die entscheidenden Treffer für die Hausherren.

Foto: Huebner / Ulrich

Gleich die ersten beiden Abschlüsse der Partie hatten es in sich. Tobias Kempe feuerte bereits nach vier Minuten einen gewaltigen Distanzschuss aus knapp 20 Metern ab, bei dem Jahn-Keeper Alexander Meyer zunächst seine Probleme hatte und den Ball erst im Nachfassen festhielt. Auf der Gegenseite gab es die kalte Dusche für den SV 98. Denn den ersten Abschluss brachten die Hausherren im Kasten unter. Nach einem Eckball köpfte Marcel Correia (7.) aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung der Gastgeber – keine Abwehrchance für Marcel Schuhen.

Die Lilien schüttelten sich kurz, reagierten mit offensivem Fußball und waren die aktivere Mannschaft im Jahnstadion. Doch der Kopfball von Felix Platte (11.) nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Patrick Herrmann stellte Meyer vor keine größere Herausforderung und der Versuch von Victor Palsson (17.) aus der zweiten Reihe flog über das Tor. Die bis dato beste Chance zum Ausgleich hatte Tobias Kempe (25.). Aber der Regensburger Torhüter lenkte dessen Schuss aus spitzem Winkel mit den Fingerspitzen gerade noch so um den langen Pfosten.

Dem Jahn spielte derweil die frühe Führung in die Karten. Die Gastgeber zogen sich zurück, konzentrierten sich aufs Verteidigen und überließen den Lilien das Spielgerät. Der Kopfball von Correia aus der siebten Minute blieb der einzige Torschuss der Regensburger im ersten Durchgang. Der SV 98 versuchte es dagegen vor allem über den agilen Marcel Heller auf der rechten Offensivseite. Doch fehlten den Südhessen gegen Ende der ersten 45 Minuten die nötige Präzision und Durchschlagskraft im letzten Drittel. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Dimitrios Grammozis reagierte in der Halbzeit und brachte mit Serdar Dursun für Felix Platte und Seung-ho Paik für Mathias Honsak frisches Personal. Und nach neun gespielten Sekunden im zweiten Durchgang hätte es sich um ein Haar bezahlt gemacht: Dursun presste Keeper Meyer früh und blockte dessen langen Ball, der vom Fuß des Lilien-Angreifers in Richtung Tor sprang. Doch im letzten Moment eilte der Regensburger zurück und schnappte sich die Kugel nur einen Bruchteil vor Dursun. Auf der Gegenseite setzte dann auch der Jahn ein Ausrufezeichen. Aus knapp 17 Metern traf Andreas Albers (50.) aber nur den Innenpfosten.

Wenige Minuten später stimmte zum Nachteil der Lilien die Präzision bei den Hausherren. Mit dem dritten Regensburger Eckstoß baute der Jahn die Führung auf 2:0 aus: Gleich mehrere Spieler verpassten die Kugel, die schließlich am zweiten Pfosten runterkam und vom überraschten Max Besuschkow (52.) mit dem Knie über die Linie gedrückt wurde. Im Anschluss dezimierten sich die Gastgeber dann selbst, weil Erik Wekesser (57.), der schon im ersten Durchgang Gelb sah, gegen Patrick Herrmann deutlich zu spät kam und den Rechtsverteidiger der Lilien abräumte. Schiedsrichter Florian Badstübner zückte folgerichtig die gelb-rote Karte.

Der SV Darmstadt 98 witterte daraufhin seine Chance auf den Anschlusstreffer und machte in Überzahl mächtig Druck. Erst scheiterte Fabian Holland (65.) mit einem strammen Linksschuss am Block eines Regensburgers. Bei der darauffolgenden Ecke brachte Stolze im Strafraum Nicolai Rapp zu Fall – klare Sache, Elfmeter für die Lilien. Tobias Kempe (66.) legte sich den Ball auf dem Punkt zurecht, verzog allerdings und setzte das Spielgerät über den Querbalken.

Vom verschossenen Elfmeter ließen sich die Darmstädter aber nicht beirren, liefen weiter an und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest. Doch das Glück hatten die Lilien an diesem Tag nicht gepachtet. Stattdessen erzielte der Jahn auf kuriose Art und Weise den Treffer zum 3:0. Nach einem langen Abschlag von Meyer verpasste Rapp den Ball und Jann George (77.) avancierte zum Nutznießer. Weil Schuhen dazu noch neben seinem Tor stand und auf einen Rückpass seines Innenverteidigers spekulierte, kullerte die Kugel letztendlich ungehindert ins Tor. Mehr passierte anschließend nicht mehr.

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