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3:2! Lilien setzen sich gegen Hannover durch

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Der SV Darmstadt 98 hat seine seit Dezember 2019 andauernde Heimserie mit einem Sieg fortgesetzt. Die Lilien gewannen gegen Hannover 96 mit 3:2 (1:0). Die Tore des SV 98 erzielten Serdar Dursun (24.) und Fabian Schnellhardt (62.). Der entscheidende Siegtreffer fiel durch ein Eigentor von Marcel Franke (90.). Damit haben die Südhessen nun 46 Punkte auf dem Konto.

 

Foto: Huebner / Ulrich

Taktisch ließ Dimitrios Grammozis seine Elf in einer 5-3-2-Formation auflaufen. Die Lilien konzentrierten sich zu Beginn der Partie mit der so in dieser Saison nicht nicht gesehenen Aufstellung daher auf eine kompakte Defensive, um gegen die gefährlichen Gäste um Ducksch und Haraguchi vor allem das Zentrum dicht zu halten. Den ersten Torschuss in eienr Anfangsphase, in der 96 aktiver warn, gaben allerdings die Hausherren ab: Serdar Dursun (13.) feuerte mit vollem Risiko aus gut 20 Metern knapp über auf den Kasten.

Die Partie wurde in der Folge munterer, weil nun auch die Lilien immer besser ins Spiel fanden und häufiger in den Offensivgang schalteten. So hatten nach zwei gefährlichen Eckbällen sowohl Dursun (14.) als auch Patric Pfeiffer (22.) gute Chancen per Kopfball, den sie beide jeweils einen Tick zu hoch ansetzten. Aber dann stimmte die nötige Präzision. Ein abgeblockter Schuss von Fabian Holland landete auf Höhe der Strafraumgrenze bei Dursun. Der Lilien-Stürmer legte sich die Kugel einmal vor, visierte den Kasten an und schlenzte den Ball mit der Innenseite sehenswert ins rechte untere Eck – die 1:0-Führung für den SV 98 (24.).

Doch die Lilien mussten in der Defensive weiter enorm wachsam bleiben. Denn nur wenige Momente später hatte Marvin Ducksch (25.) den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an der starken Parade von Marcel Schuhen. Der Keeper der Hausherren tauchte blitzschnell ab und fischte den Flachschuss des 96ers von der Linie. Hannover agierte bis zur Pause weiter offensiv und lief die Darmstädter früh an. Allerdings blieben – bis auf die Möglichkeit von Ducksch – die zwingenden Torchancen aufgrund einer stabilen Defensivleistung der Hausherren aus, weshalb die Lilien mit einer knappen 1:0-Führung in die Halbzeit gingen.

Der Vorsprung hielt im zweiten Durchgang aber nur zwei Minuten. Den ersten Abschluss der Hannoveraner von Ducksch konnte Schuhen noch parieren. Beim zweiten Versuch von Edgar Prib (47.) war der Keeper der Lilien dann allerdings machtlos. Der Jubel der 96er verstummte zwar zunächst, weil der Videoschiedsrichter überprüfte, ob der Ball bei der Hereingabe von Marc Stendera zuvor im Aus war. Doch das war er offenbar nicht, der Treffer zählte – 1:1.

Hannover machte im Anschluss weiter mächtig Druck. So hatten die Niedersachsen zwischenzeitlich rund 70 Prozent Ballbesitz und belohnten sich für ihre Überlegenheit nach der Pause mit dem Führungstreffer. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld lief Genki Haraguchi auf die letzte Kette der Lilien zu und legte die Kugel auf Ducksch. Der 96-Stürmer verwerte eiskalt zur 2:1-Führung (58.) für die Gäste. Der SV 98 war also gefordert und legte prompt eine Schippe drauf. Und die Offensivbemühungen der Gastgeber zahlten sich aus. In der 62. Minute brachte Matthias Bader eine flache Hereingabe auf Höhe des Sechzehners, wo Fabian Schnellhardt lauerte und mit einem überlegten Linksschuss zum Ausgleich traf – 2:2.

Danach beruhigte sich die Partie. Das Spielgeschehen fand mit leichten Vorteilen für die Niedersachsen zunehmend im Mittelfeld statt. Näher am Führungstreffer waren aber die Gäste – so wie in der 77. Minute. Haraguchi prüfte Schuhen aus kurzer Distanz. Der Schlussmann der Südhessen reagierte aber wie gewohnt stark und wehrte mit dem Fuß ab. In der Schlussphase waren die Lilien zunehmend in der Defensive gefordert. Offensiv probierte der SV 98 dagegen, vereinzelt Nadelstiche zu setzen – mit Erfolg. In der 90. Minute gab es noch einmal Eckball für den SV Darmstadt 98. Seung-ho Paik brachte die Kugel in die Mitte, Patric Pfeiffer stieg am ersten Pfosten am höchsten und bugisierte den Ball auf den Kasten. Marcel Franke drückte ihn ungewollt per Eigentor über die Linie. Es war der Siegtreffer und gleichzeitige Schlusspunkt einer packenden Partie, die mit einem 3:2-Heimsieg des SV 98 endete.

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