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Die Top Facts der Saison 2019/20

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Die Saison 2019/20 ist vorbei und der SV Darmstadt 98 steht in der Abschlusstabelle mit 52 Punkten auf dem fünften Platz. Wir blicken noch einmal zurück und haben alle Zahlen und Fakten zur abgelaufenen Spielzeit für Euch zusammengefasst.

Foto: Huebner / Ulrich

Hinrunde pfui, Rückrunde hui: So durchwachsen die Hinrunde lief, so positiv lief die Saison ab Februar. Neun Siege, fünf Remis und drei Niederlagen. Die Lilien sammelten in der zweiten Saisonhälfte insgesamt 32 Punkte und belegen damit in der Rückrundentabelle den zweiten Platz hinter Arminia Bielefeld (34 Zähler). Auch die 30 erzielten Tore der Südhessen sind zusammen mit den Ostwestfalen drittbester Wert hinter Stuttgart und Hannover (beide 34 Treffer). Durch die Serie kletterten die Lilien von zwischenzeitlich Platz 17 in der Tabelle auf Rang fünf in der Endplatzierung.

Zuhause ist's am schönsten: Der SV Darmstadt 98 hat im Jahr 2020 kein Spiel im Merck-Stadion am Böllenfalltor verloren. Ohnehin waren die Lilien in dieser Saison vor heimischer Kulisse nur schwer zu besiegen. Lediglich eine Heimniederlage mussten die Südhessen in der 2. Bundesliga hinnehmen, als sie gegen Zweitligameister Arminia Bielefeld im Dezember 2019 mit 1:3 verloren. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen ist neben dem SV 98 auch das einzige Team der Liga, das in dieser Saison in nur einem Heimspiel unterlegen war. Kurioserweise reichte diese Bilanz dennoch "nur" zu Platz sechs in der Heimtabelle.

Auswärts macht's auch Spaß: Klar, die Auswärtsbilanz fällt mit insgesamt sieben Niederlagen nicht so gut aus wie die Statistik im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Dennoch landet der SV Darmstadt 98 in der Auswärtstabelle auf dem vierten Platz – und damit sogar zwei Plätze besser als in der Heimtabelle. Außerdem können sich die sechs Siege in der Fremde durchaus sehen lassen: Während Holstein Kiel genauso viele Auswärtserfolge feierte, holten nur Hannover 96 (7) und Arminia Bielefeld (9) mehr Siege auf fremden Platz. Fast schon kurios, dass der erste Auswärtssieg in dieser Saison erst Ende Oktober eingefahren werden konnte.

Comeback- und Führungsqualitäten: Der SV Darmstadt 98 gerät in Rückstand? Kein Grund zur Sorge. Die Lilien sind die Top-Comebacker der 2. Bundesliga. Doch nicht nur das: Auch in der 1. Bundesliga holte kein Team so viele Punkte und so viele Siege wie der SV 98. Insgesamt 19-Mal gerieten die Südhessen ins Hintertreffen. Fünfmal drehte die Mannschaft vom Böllenfalltor den Rückstand in einen Sieg, siebenmal sprang noch ein Unentschieden heraus – macht 21 Punkte. Gingen die Darmstädter dagegen in Führung, blieben sie in dieser Saison unschlagbar. Diesen Fakt teilt sich der SV 98 mit den beiden Aufsteiger aus Bielefeld und Stuttgart sowie den Teams aus Heidenheim und Sandhausen.

Top-Knipser: Serdar Dursun hat die beste Saison seiner bisherigen Karriere hinter sich. Noch nie zuvor gelang es dem Mittelstürmer der Lilien, insgesamt 19 Pflichtspieltreffer in einer Spielzeit zu erzielen. Mit seinen 16 Zweitligatoren ist der 28-Jährige zudem der viertbeste Torjäger der 2. Bundesliga und erzielte ein Drittel aller Saisontreffer des SV Darmstadt 98. Dabei traf Dursun jedoch am liebsten zuhause: elf seiner 16 Buden knipste er im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Das wohl schönste Tor der Saison gelang ihm aber in der Fremde: Am letzten Spieltag besorgte Dursun mit einem sehenswerten Fallrückzieher die zwischenzeitliche 1:0-Führung beim 3:1-Auswärtssieg der Lilien gegen den VfB Stuttgart.  

Vielfalt: Serdar Dursun (16), Tobias Kempe (7), Dario Dumic (4), Victor Palsson (3), Marcel Heller, Tim Skarke, Fabian Schnellhardt, Mathias Honsak, Immanuel Höhn, Seung-ho Paik (alle 2), Marvin Mehlem, Yannick Stark, Patric Pfeiffer, Felix Platte und Matthias Bader (alle 1). 15 unterschiedliche Torschützen erzielten die insgesamt 48 Saisontreffer des SV Darmstadt 98. Während sich beim Karlsruher SC und dem Hamburger SV ebenso viele verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintrugen, sind nur Jahn Regensburg, der VfB Bochum und der VfB Stuttgart (alle 16 unterschiedliche Torschützen) noch vielfältiger.

Lieblingsminuten: War die Schlussviertelstunde angebrochen, schlug in dieser Saison häufig die Zeit der Lilien. Der SV Darmstadt 98 erzielte zwischen der 76. und der 90. Minuten insgesamt 16 Treffer – so viele wie kein anderes Team der Liga in dieser Phase des Spiels. Nachholbedarf hat der SV 98 allerdings in der Nachspielzeit. Sowohl nach Ende der regulären Spielzeit der ersten als auch der zweiten Hälfte gelang den Lilien kein einziger Treffer.

Dauerläufer: Keiner lief beim SV Darmstadt 98 so viel wie der Kapitän. Fabian Holland spulte in 32 Spielen insgesamt 338,19 Kilometer ab und legte im Schnitt 10,57 Kilometer pro Spiel zurück. An den Spitzenwert der 2. Bundesliga kommt er allerdings nicht heran: Marvin Wanitzek vom Karlsruher SC lief in 34 Einsätzen insgesamt 401,67 Kilometer.

Dauerbrenner: 34 von 34. Serdar Dursun kam in dieser Zweitligasaison als einziger Lilienprofi in jeder Partie zum Einsatz. Insgesamt sammelte der Angreifer der Südhessen 2.713 Spielminuten. Das reicht in der vereinsinternen Statistik allerdings nur zu einem dritten Platz: Sowohl Dario Dumic als auch Fabian Holland standen länger auf dem Feld. Der bosnische Innenverteidiger des SV 98 absolvierte 33 von möglichen 34 Spieltag über die volle Distanz und verpasste lediglich ein Duell aufgrund einer Gelbsperre – macht 2.970 Minuten, Mannschaftsbeswert. Der Kapitän der Lilien fehlte dagegen bei zwei Partien (Gelbsperre, Geburt seines Sohnes), kommt aber dennoch mit 2.880 Einsatzminuten auf den zweitbesten Wert des Teams vom Böllenfalltor. Übrigens: Fabian Holland (174) ist mit seinen Einsätzen im Saisonendspurt in der Liste der SV98-Rekordspieler an Martin Kowalewski (172), dem aktuellen Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Darmstädter, vorbeigezogen und damit auf Platz 22 vorgerückt.

Passsicher: Seit Anfang März fehlt Immanuel Höhn dem SV Darmstadt 98 verletzungsbedingt. Und doch hat der Innenverteidiger der Lilien die zweitbeste Passquote der 2. Bundesliga – nur Joakim Nilsson ist besser. Während Höhn 94,03 Prozent seiner Pässe an den Mann brachte, überzeugte der Verteidiger von Arminia Bielefeld mit einer Quote von 94,50 Prozent. Allerdings hat Nilsson auch fast 700 Pässe mehr als Höhn gespielt.

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