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"Ein Traum, der in Erfüllung geht"

eSports Allgemeines

Es ist der Darmstädter Weg im eFootball. Die Lilien wollen jungen Talenten aus der Region die Chance geben, sich im professionellen eSports zu beweisen. Darmstadt, Dieburg und Michelstadt im Odenwald: Das sind die Wohnorte der drei eFootballer des SV 98. Wir haben das Team der Lilien genauer unter die Lupe genommen. Was verbindet sie mit dem Verein? Wie sind sie zum eSports gekommen? Und was sind ihre Ziele für die neue Saison? Drei eFootballer, drei Kurzportraits: Yannick "Gotzery" de Groot, Tolunay "Tolush_10" Arikan und Mario "MMAYO" Reubold.

Die eFootballer des SV Darmstadt 98 im Kurzportrait.

Yannick "Gotzery" de Groot: "Darmstadt 98 ist mein Heimatverein"

Drei Jahre ist Yannick de Groot gerade mal alt, als er mit seinem Opa zum ersten Mal das Merck-Stadion am Böllenfalltor besucht. Beide stehen auf der Südtribüne. Ein Erlebnis, was der gebürtige Darmstädter trotz seines jungen Alters nie vergessen wird. Das erste Mal am Bölle. Seitdem ist der heute 24-Jährige mit dem Liliengen infiziert. "Der SV Darmstadt 98 ist mein Heimatverein", sagt er. Sowohl die beiden sensationellen Aufstiege in die 2. und schließlich 1. Bundesliga, aber auch die Geschichte um Jonathan Heimes haben sein Verhältnis und seine Liebe zum Verein nachhaltig geprägt, erzählt de Groot.

Hier in Darmstadt ist er geboren, hier ist er zuhause. De Groot - im eFootball besser bekannt als "Gotzery" - ist die Konstante im neuen Team des SV Darmstadt 98. Seit der vergangenen Saison zockt der BWL-Student für die Lilien und vertritt die Farben seines Heimatvereins auf dem virtuellen Rasen. "Dass ich weiterhin dabei sein darf, macht mich unglaublich stolz. Für den SV 98 zu zocken, ist eine riesige Ehre", betont de Groot, der mit FIFA 17 die ersten Schritte im eSports machte. 

Er wurde besser und besser. Über verschiedene Events schaffte er den Sprung ins eSports-Team von Manchester City, jetzt geht er bereits in seine zweite Saison für die Südhessen. "Ich habe richtig Bock, endlich wieder loszulegen", sprudelt die Vorfreude auf die neue VBL-Spielzeit nur so aus ihm heraus. Nach einer Vorsaison, die mit dem knappen Verpassen der Playoffs endete, will er in der kommenden Saison angreifen. "Ich will am Ende mehr Siege als Niederlagen und Unentschieden zusammengerechnet auf dem Konto haben. Als Team wollen wir ganz klar besser abschneiden als im letzten Jahr", verdeutlicht "Gotzery". 

Tolunay "Tolush_10" Arikan: "Ich habe direkt gesagt: Das will ich machen"

"Hast du Bock, 'ne Runde FIFA zu zocken?" Mit dieser Frage braucht Tolunay Arikan bei einigen seiner Freunde gar nicht erst ankommen. "Ich habe ein paar Kumpels, die auf gar keinen fall gegen mich spielen, weil es ihnen einfach keinen Spaß macht", sagt er mit einem kleinen Grinsen im Gesicht. Dabei war er in seiner Anfangszeit selbst nur ein durchschnittlicher FIFA-Spieler, wie er selbst verrät - mal gewannen die Kumpels, mal gewann er. Erst bei FIFA 19 habe er gemerkt, dass er stetig besser wurde - vielleicht sogar besser als viele andere. Den Weg in den professionellen eSports ging er im vergangenen Jahr. Gleich mehrmals schaffte er den Sprung in die Top 100 - weltweit, versteht sich. Mit regelmäßig starken Auftritten machte er auf sich aufmerksam.

Jetzt zockt er für die Lilien. "Als der Kontakt zustande kam, musste ich nicht lange zögern. Ich habe direkt gesagt: Das will ich machen", erinnert sich Arikan. Kein Wunder, schließlich trug der gebürtige Dieburger einst sogar selbst das Trikot des SV Darmstadt 98 - und zwar nicht virtuell. Ein Jahr lang kickte der heute 22-Jährige für die U14 der Junglilien. Für mehr reichte es damals allerdings nicht. Umso glücklicher ist "Tolush_10" aber, dass er nun auf der PlayStation die Farben der Südhessen vertreten darf. Die Farben des Vereins, mit dem er viel verbindet. "Es ist eine große Ehre für mich. Durch die Zeit in der Jugend der Lilien habe ich viele Freunde gefunden, viele meiner Freunde sind selbst 98-Fans”, sagt Arikan, der vor seiner ersten Saison in der virtuellen Bundesliga steht.

Angst hat er keine. Ganz im Gegenteil. "Ich habe richtig Bock auf die neue Saison. Ich will mich endlich mit den anderen Vereinen messen", betont der Neuzugang im eFootball-Kader des SV 98. Aktuell bereitet er sich intensiv auf den Saisonstart vor. Ein Tag ohne FIFA? Unvorstellbar. Arikan zockt vier bis fünf Stunden täglich. So hält er sich fit, trainiert zusätzlich gemeinsam mit seinen beiden Teamkollegen. "Es ist enorm wichtig, dass die Chemie zwischen uns stimmt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Saison spielen werden. Unser Team ist stark", betont "Tolush_10", für den sich regelrecht ein Kreis schließt. "Im reellen Fußball hat es damals bei den Lilien nicht geklappt, dann also jetzt auf dem virtuellen Rasen", sagt er.

Mario "MMAYO" Reubold: "Früher sogar selbst für den SV 98 gespielt"

FIFA 2002. Das Spiel, mit dem alles begann. Als kleiner Bursche, so erzählt es Mario Reubold, habe er schon vor der Konsole gesessen und sein Können am Controller unter Beweis gestellt. "Seit ich drei Jahre alt bin, spiele ich Fußball. Aber auch für die Konsole habe ich mich früh interessiert", verrät der 23-Jährige und fügt hinzu: "Seit ich denken kann, ist FIFA das Spiel, welches ich schon immer zocke."

Mittlerweile sind fast zwei Jahrzehnte vergangen. FIFA 21 heißt die neueste Ausgabe der Fußballsimulationsreihe von EA Sports. Und Reubold sitzt immer noch mit dem Controller in den Händen vor der Konsole - nicht mehr nur aus Spaß, sondern professionell. "Täglich wird bis zu sechs Stunden gezockt, seitdem das neue FIFA draußen ist", erzählt "MMAYO", so sein Nickname. Es sind dieser Eifer und diese Leidenschaft, die ihn in den professionellen eFootball katapultiert haben. Bei FIFA 18 machte er das ersten Mal auf internationaler Bühne auf sich aufmerksam. Etliche Teilnahmen an großen eSports-Events und Erfolge reihten sich in seine Vita. Kein Wunder also, dass ihn erst das eSports-Team von 'Transfermarkt.de' und später die Mannschaft von Elektronikmarkt 'Expert' unter Vertrag nahmen.

Doch das ist Vergangenheit. Die Gegenwart heißt Darmstadt 98. Reubold ist der neben Tolunay Arikan der zweite Neuzugang im eFootball-Team der Südhessen. Noch so einer aus der Region. In Michelstadt im Odenwald ist er zuhause. "Früher habe ich sogar selbst für den SV 98 gespielt", berichtet er. Zu seiner Grundschulzeit war das, in der 3. und 4. Klasse kickte er für den Nachwuchs der 98er. Früher auf dem echten Rasen, heute auf dem virtuellen. "Einen Profiklub auf dem virtuellen Rasen zu vertreten? Das ist ein Traum, der in Erfüllung geht. Dass es ausgerechnet auch noch Darmstadt 98 ist, freut mich umso mehr", betont "MMAYO". Für seine erste Saison in der Virtual Bundesliga hat er sich viel vorgenommen. "Ich möchte die Playoffs erreichen, wenn nicht sogar das Grand Final", sagt er selbstbewusst. 

sv98.de wünscht den eFootballern der Lilien eine erfolgreiche Saison in der Virtual Bundesliga! 

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