Details

"Dann wären wir schwieriger auszurechnen"

Profis

Vor dem ersten Heimspiel des neuen Jahres fand am Böllenfalltor das obligatorische Mediengespräch mit Markus Anfang statt. Der Cheftrainer der Lilien beantwortete vor dem Duell des SV Darmstadt 98 gegen Hannover 96 (10.1., 13.30 Uhr) die Fragen der via zugeschalteten Journalisten zum Personal sowie zum kommenden Gegner.

… zum Personal:

Victor Palsson und Mathias Wittek sind weiterhin nicht dabei. Matze ist noch nicht im Mannschaftstraining, macht aber Fortschritte. Auch Fabian Holland wird uns am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Er hatte eine Kopfverletzung. Also müssen wir geduldig bleiben und vorsichtig sein. Wir werden bei ihm kein Risiko eingehen. Nicolai Rapp und Serdar Dursun waren angeschlagen, haben aber heute wieder mit der Mannschaft trainiert. Bei beiden müssen wir abwarten, ob sie gegen Hannover zur Verfügung stehen.

… zum kommenden Gegner und zur Ausgeglichenheit der Liga:

Hannover ist eine Mannschaft, die in dieser Saison mit um den Aufstieg spielen wird. Sie haben die absolute Qualität dafür – auch in der Breite. Sie können immer wieder nachlegen. Vom Potential, vom Umfeld und von der Power des Vereins sind sie ein Klub, der in die erste Liga möchte. Aber die 2. Bundesliga ist schwierig und viele Teams sind auf Augenhöhe. Jeder kann jeden schlagen. Unser Spiel in Düsseldorf ist ein gutes Beispiel dafür: Die Fortuna hat gegen uns gewonnen, obwohl wir die Partie hätten für uns entscheiden müssen. Danach gewinnt Düsseldorf plötzlich vier weitere Spiele und ist oben mit dabei. Das zeigt einfach, wie eng diese Liga ist.

… über Thomas Isherwood:

Thomas hat am 6. Dezember sein letztes Spiel bestritten und war damit vier Wochen ohne Wettkampf. Das ist in etwa eine Zeitspanne wie in der Sommerpause. Und jeder weiß: Wenn du nach der Sommerpause wieder einsteigst, brauchst du eine Vorbereitung von vier bis sechs Wochen. Thomas hat jetzt eine Woche zusammen mit der Mannschaft trainiert. Wir haben immer wieder versucht, ihn in so viele Abläufe wie möglich zu integrieren. Wir müssen aber auch schauen, dass er im athletischen Bereich noch aufholt. Das Hannover-Spiel kommt also vermutlich noch zu früh für ihn.

… über Tobias Kempe und die Torgefahr:

Es ist wichtig, dass wir erfahrene Spieler in unseren Reihen haben, die die jungen Spieler in schwierigen Situationen mitziehen können. Tobi ist so einer, der vorangeht. Darüber hinaus ist Tobi jemand, der immer in der Lage ist, aus dem Spiel heraus oder nach Standardsituationen für Torgefahr zu sorgen. Wenn er auf dem Platz steht, weiß die Mannschaft, dass immer etwas passieren kann. Das kann aber auch bedeuten, dass sich der Gegner vielleicht mehr auf ihn konzentriert und die anderen Spieler besser in Szenen kommen, durch welche sie Torchancen kreieren oder selbst zum Abschluss kommen können. Viele unserer Jungs machen gute Spiele, aber haben im puncto Torgefahr noch Luft nach oben. Ich würde mir wünschen, dass wir die Tore und Vorlagen noch breiter in der Mannschaft verteilen und dass wir mehrere Spieler mit solchen Scorerwerten wie Tobi im Team haben. Dann wären wir schwieriger auszurechnen.

… über den eigenen Ballbesitz:

Wir hätten im letzten Spiel in Bochum mehr Ballbesitz haben können. Doch dafür hätten wir mehr Ruhe benötigt und den Ball besser in den eigenen Reihen laufen lassen müssen. Ballbesitz ist eben auch ein Mittel, um dem Gegner keine Möglichkeit zu geben, Torchancen zu kreieren. Wir haben es gegen Bochum ordentlich gemacht – auch wenn es in der Offensive nicht unser bestes Spiel war. Wir hoffen, dass wir gegen Hannover über mehr Ballbesitz mehr Tormöglichkeiten kreieren können.

Darmstadt 98 | Pressekonferenz vor #SVDH96

Soziales Engagement