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"Das hat Berge versetzt"

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In 31 der 34 Spiele in der Aufstiegssaison 2010/11 stand Fouad Brighache für die Lilien auf dem Platz, in 30 davon über die komplette Spielzeit. Im Gespräch mit sv98.de erinnert sich der Defensivspieler zurück an dieses besondere Jahr.

Foto: SV 98

sv98.de: Fouad, erzähl uns doch zunächst einmal, was du aktuell so machst?

Brighache: Als Fußballer bin ich noch aktiv bei der SVG Steinheim, das ist aber eher „Just for Fun“. Darüber hinaus bin ich meiner zweiten Leidenschaft gefolgt und arbeite mittlerweile in einem Architekturbüro. Dort leite ich zwar auch ein Team, das hat aber nichts mit Fußball zu tun. Und ansonsten versuche ich, die meiste Zeit mit meiner Frau und meinen beiden Kindern zu verbringen.

sv98.de: Kommen wir zu deiner Zeit bei den Lilien. 2009 bist du von Offenbach ans Böllenfalltor gewechselt. Was hat damals den Ausschlag für einen Wechsel zum Rivalen gegeben?

Brighache: Das ist mir relativ leicht gefallen. Ich hatte sehr gute Gespräche mit Živojin Juškić und Tom Eilers und habe mir sehr gut vorstellen können, mich mit meinen Stärken hier einbringen zu können und dabei mitzuhelfen, den Verein wieder nach vorne zu bringen.

sv98.de: In deiner ersten Saison habt ihr noch gegen den Abstieg gespielt. Was lief in der Spielzeit 2009/10 falsch?

Brighache:: Es brauchte einfach Zeit. Es kamen viele neue Spieler, es dauerte, bis jedem bewusst war, dass er nun für einen großen Traditionsverein spielen würde. Damals hat noch nicht jedes Rädchen in das andere gegriffen, aber das hat sich dann deutlich gebessert.

sv98.de: Du sprichst es an, die nachfolgende Saison endete schließlich mit dem Aufstieg. Fangen mir mit der Hinrunde 2010/11 an…

Brighache: Wir hatten viele enge Spiele, es gab einige Unentschieden, oftmals haben wir die Partien aber auch für uns entschieden. Abzusehen, dass wir am Ende der Saison eine solche Serie hinlegen und dann tatsächlich aufsteigen würden, konnten wir zu diesem Zeitpunkt aber sicherlich nichts. Trotzdem waren wir nicht unzufrieden mit dieser Hinrunde.

sv98.de: In der Rückrunde spielte sich die Mannschaft in einen Flow. Was war damals euer Erfolgsrezept?

Brighache:: Wir haben gemerkt, dass wir etwas Großes schaffen können. Jeder wollte unbedingt, wir alle hatten das Ziel Aufsteig spätestens nach dem Kassel-Spiel vor Augen. Das hat dann Berge versetzt.

sv98.de: Welche Schlüsselspiele sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Brighache: Die Partie in Worms war quasi vorentscheidend. In dieser Hitze mit dem späten Tor von Yannick, danach haben wir verteidigt wie die Löwen.

sv98.de: Wie hast du die finale Partie gegen Memmingen erlebt?

Brighache: Ich war mir vorher sehr sicher, dass wir nichts mehr anbrennen lassen werden. Und Memmingen hatte auch keine Chance gegen uns an diesem Tag. Oliver Heil war hervorragend aufgelegt und spätestens zur Pause wussten wir, dass klappt heute.

sv98.de: Wie haben sich der Schlusspfiff gegen Memmingen und die Feierlichkeiten danach angefühlt?

Brighache: Unbeschreiblich. Ich habe es auch noch genau vor Augen. Die Tore wurden geöffnet, alle Fans sind auf den Platz geströmt, wir lagen uns in den Armen. Was wir geleistet haben, das habe ich erst viel später realisiert. Die Feier mit den Fans und die Fahrt nach Mallorca waren dann natürlich die absolute Krönung.

sv98.de: An welche besonderen Anekdoten, Momente, Schlüsselszenen oder Besonderheiten aus der Saison 2010/11 kannst du dich erinnern?

Brighache: Da gibt es ganz viele Dinge, die ich gar nicht unbedingt preisgeben möchte. (lacht) Insgesamt bleibt mir die gesamte Zeit in Darmstadt in sehr guter Erinnerung.

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