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Unentschieden beim Bundesligisten

Profis

Couragierter Auftritt im vorletzten Härtetest: Mit 1:1 (1:1) trennten sich die Lilien nach einer insgesamt überzeugenden Partie vom VfB Stuttgart. Honsak (8.) traf für die Gäste, die besonders im ersten Durchgang viel Druck entfachten und defensiv einen sicheren Eindruck machten.

Foto: Holtzem

Torsten Lieberknecht: "Der Fokus lag darauf, gegen eine im Spielstil unorthodox auftretende Mannschaft defensive Automatismen zu erlangen. Richtig große Chancen haben wir über die Partie hinweg nicht zugelassen. Die erste Halbzeit war gut, richtig stark wäre sie gewesen, wenn wir das 2:0 gemacht und kein Gegentor bekommen hätten. Insgesamt war der Auftritt okay, wir haben uns ordentlich präsentiert." 

Zu Beginn der Partie war der VfB bemüht, die Spielkontrolle zu übernehmen. Die Lilien hingegen konzentrierten sich zunächst auf eine sichere Grundordnung. Dennoch waren die Gäste von Beginn an bissig und darauf aus, auch gegen den Erstligisten Akzente zu setzen. Und das funktionierte auf Anhieb: Einen langen Ball von Behrens verlängerte Luca Pfeiffer per Kopf auf Honsak, der wiederum Goller mustergültig mit einem Steilpass in Szene setzte. Im letzten Moment konnte Kempf die Situation noch bereinigen, doch der Ball blieb heiß: Goller brachte das Spielgerät wieder in die Gefahrenzone, wo Honsak per Direktabnahme trocken verwandelte – 1:0 (8.).

In der Folge blieben die Lilien frech und setzten aus einer kompakten Defensive immer wieder gefährliche Nadelstiche. Die Stuttgarter taten sich hingegen trotz mehr Ballbesitz schwer, gefährliche Chancen zu erspielen. In der 19. Minute fasste sich Didavi ein Herz, sein Abschluss aus 20 Metern strich jedoch am rechten Pfosten vorbei. Rund eine halbe Stunde war gespielt, da bewiesen die Lilien erneut, wie gefährlich sie im Umschaltspiel sein können: Karic schickte Honsak auf die Reise, der fand mit seinem Querpass in der Mitte Goller. Der Flügelspieler zielte aus zentraler Position allerdings knapp am Tor vorbei – fast das 2:0 (33.). In der Folge spielten die Lilien weiter munter und frech mit, mussten kurz vor der Pause aber das 1:1 hinnehmen. Didavi bediente im Stafraum Coulibaly, dessen Schuss Behrens überbrückte (43.) – ein Ausgleich, der trotz der Stuttgarter Feldvorteile sich nicht abgezeichnet hatte. Die Antwort hätte kurz darauf fast gefolgt: Ein satter Schuss von Göller wurde von Bredlow über die Latte gelenkt. Direkt danach erfolgte der Pausenpfiff nach 45 Minuten, in denen der SV 98 einen couragierten Auftritt hinlegte: defensiv stabil und mit den deutlich besseren Offensivaktionen.

Die erste gefährliche Szene des zweiten Durchgangs gehörte hingegen den Hausherren: Bei einem Konter fand Beyaz Mitspieler Sankoh, der jedoch am Kasten vorbeizielte (55.). Vier Zeigerumdrehungen musste der zur Halbzeit eingewechselte Schuhen dann erstmals eingreifen, als er bei einem Thommy-Abschluss abtauchte und den Ball zur Ecke lenkte. Der Druck des VfB wuchs nun zunehmend an, in der 62. Minute wuchtete Mavropanos einen Kopfball hauchzart über die Latte. Nach 66 Minuten setzten auch die Lilien das erste Ausrufezeichen: Eine Schnellhardt-Flanke verlängerte Tietz per Kopf auf das Tor, beim Nachschussversuch wurde Berko geblockt. Es dauerte bis zur 79. Minute, ehe es die nächste Chance im Spiel zu verzeichnen gab. Holland bewies bei seinem Zuspiel viel Übersicht, Empfänger Tietz ließ im Stafraum zunächst einen Gegenspieler aussteigen, ehe Bredlow dessen Abschluss im Nachgreifen zu fassen bekam. Nachdem die Stuttgarter stark aus der Pause gestartet waren, kamen die Südhessen mit zunehmender Spieldauer wieder besser in die Partie.

Aufstellung: Behrens (Schuhen, 45.) – P. Pfeiffer (L. Müller, 69.), Goller (Arslan, 77.), Kempe (Schnellhardt, 45.), L. Pfeiffer (Tietz, 45.), Honsak (Berko, 45.), Karic (Sonn, 86.), J. Müller, Sobiech (Stanilewicz, 61.), Bader (Riedel, 22.), Holland

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