Details

"Total unnötig"

Profis

Eine Serie der Lilien aus drei ungeschlagenen Spielen in Folge fand im Ostseestadion ihr Ende. In einem umkämpften Duell gingen die Gastgeber vor der Pause nach einer Standardsituation in Führung. Zwar schüttelte sich der SV 98 in der Halbzeit, biss sich zurück in die Partie und erzielte per Elfmeter den Ausgleich. Doch weil auch ein zweiter Standard kurz vor Schluss den Weg ins Darmstädter Tor fand, entschied Hansa Rostock das Duell mit 2:1 für sich. Dementsprechend enttäuscht über den Spielausgang zeigten sich die Lilien nach Abpfiff an den Mikrofonen. sv98.de hat alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.

Foto: Holtzem

Torsten Lieberknecht:
"Glückwunsch an Hansa Rostock zum Sieg. Wir hatten heuten keinen Spieler dabei, der eine normale Form aufweisen konnte. Auch haben wir nicht das gezeigt, was wir in den letzten Woche gezeigt haben. In beiden Halbzeiten hatten wir dennoch direkt zu Beginn jeweils die größten Chancen. Es gab also die Möglichkeiten, aus dem Spiel heraus zu Toren zu kommen. Von den Fans angetrieben, wollte es Hansa Rostock heute aber einfach einen Ticken mehr. Das müssen wir uns vorwerfen lassen. Die Standardsituationen wollten wir besser verteidigen, was uns nicht gelungen ist. Wir haben es vermissen lassen, den Körperkontakt zum Gegner aufzunehmen. Nach dem Ausgleich haben wir keine guten Wege in Richtung Tor gefunden. Die Effektivität der letzten Wochen ist uns heute abhandengekommen. Hansa Rostock hat es aber auch stark verteidigt. Wir müssen es hinnehmen, dass wir das Spiel verloren haben, werden aber wieder aufstehen."

Jens Härtel:
"Wir sind sehr froh, dass wir endlich hier im Ostseestadion einen Dreier holen konnten. Wenn es dumm läuft, hätten wir heute wieder mit leeren Händen dastehen können. Darmstadt hatte die Möglichkeiten. Doch wir waren sehr fokussiert – gerade bei Standards. So gehen wir auch in Führung. Im Anschluss haben wir die Räume, nutzen diese aber nur durch die Chance von Mamba gut aus. Die zweite Halbzeit begann dann mit einer großen Chance für Darmstadt. Da hatten wir Glück. Doch auch wir hatten unsere Situationen und gute Tormöglichkeiten. Mit dem Ausgleich haben wir ein bisschen hadern müssen. Hintenraus haben wir aber nochmal eine Schippe draufgelegt, wollten den Dreier und haben uns endlich mal für eine engagierte Leistung belohnt."

Fabian Holland:
"Es ist extrem bitter. Rostock musste heute nicht viel machen, um die Punkte mitzunehmen. Klar werden noch andere Mannschaften hier ihre Probleme haben. Trotzdem wussten wir, was uns erwartet. In puncto Lauf- und Zweikampfbereitschaft war das heute aber zu wenig. Wir hatten uns mehr vorgenommen und wollten uns noch viel mehr Torchancen herausspielen. Die eine oder andere, die wir hatten, haben wir leider nicht genutzt. Und dann verlieren wir das Spiel durch zwei Standards. Rostock kommt viel über den Willen, das wussten wir. Doch wenn es von außen so aussieht, dass sie es mehr wollten als wir, dann ist das schlecht. Das darf uns nicht passieren. Trotzdem wird uns die Niederlage nicht umwerfen."

Marcel Schuhen:
"Die Niederlage ist total unnötig. Wir waren nicht so präsent wie in den vergangenen Wochen, speziell in der ersten Halbzeit. Wir bekommen beide Gegentore nach Standardsituationen, aber so etwas passiert, wenn man bei solchen Aktionen kurzzeitig schläft. Es ist klar, dass ein Aufsteiger immer auch über die Standards kommt, Hansa sogar im Speziellen, weil sie darüber auch aufgestiegen sind. Uns war bewusst, dass die Standards gefährlich sind und trotzdem sind wir beim ersten Gegentor nicht auf der Höhe und beim 1:2 nicht am Mann. Natürlich hätte eine frühe Führung für ein anderes Spiel gesorgt, die Chancen hatten wir. In den letzten Spielen waren wir eiskalt, das waren wir heute nicht. Und dann gewinnen wir so ein Spiel auch nicht. Vor der Pause war es insgesamt zu wenig, dann verdienen wir uns den Ausgleich und fahren danach wieder einen Gang runter. Das ist immer der falsche Weg. Trotzdem gehören Niederlagen dazu und wir machen natürlich weiter."

Soziales Engagement