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"Alle haben sich dem Erfolg untergeordnet"

sv98.de hat die Stimmen zum 1:0-Auswärtssieg beim FC St. Pauli zusammengefasst.

Foto: Huebner/Ulrich

Dirk Schuster:
Ich bin sehr froh, dass wir hier bestanden haben und dass wir die drei Punkte mitnehmen dürfen. Ich will aber auch nicht verhehlen, dass es ein sehr glücklicher Sieg gewesen ist. St. Pauli hat die große Chance auf das 1:0, aber wir machen im Gegenzug das Tor, das hätte auch anders laufen können. Uns war bewusst, dass es ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen werden würde. Die Gastgeber hatten die größeren Chancen, daher bin ich nicht ganz zufrieden mit der Defensivleistung, wir haben zu viel zugelassen und zu viele Fehlpässe und Ballverluste im Mittelfeld fabriziert. Wir wussten, dass St. Pauli nach Balleroberungen sehr zielstrebig nach vorne spielt, dafür hatten wir aus dem Spiel gegen Dresden genug Anschauungsmaterial, konnten es aber trotzdem nicht verhindern. Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen, trotzdem freuen wir uns über das Gefühl eines Sieges. Wichtig ist, dass die Mannschaft gesehen hat, dass sie noch Spiele gewinnen kann und auch den Willen dazu hat. Wir fliegen jetzt mit einem guten Gefühl nach Hause.

Markus Kauczinski:
Wir waren eigentlich gut in der Partie und hatten direkt eine gute Chance, doch der Ball ging knapp vorbei. Im Gegenzug kassieren wir das Tor, da haben wir nicht gut verteidigt und den Schuss zugelassen. So ein Schuss kann dann immer reingehen. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, uns einige hochkarätige Chancen erspielt, hatten gute Ballkontrolle und wenig zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas Zeit gebraucht, in den ersten Minuten ging es hoch und runter. Zum Ende hin war dann der Strom etwas weg, wir haben durch die Wechsel natürlich etwas die Ordnung verloren, das war aber normal und gewollt, um so vielleicht noch irgendwie auf unorthodoxe Weise zu einer Gelegenheit zu kommen. Durch den Kopfball hatten wir auch nochmal eine gute Chance, dann hat man aber gemerkt, dass die Körner weg waren. Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt und damit hätte ich auch gut leben könne, jedoch waren wir nicht konsequent, wurden sofort bestraft uns stehen jetzt mit leeren Händen da.

Daniel Heuer Fernandes:
Heute überwiegen natürlich Freude und Erleichterung. Wir sind sehr glücklich, dass wir gewinnen konnten. Endlich mal wieder. Es war wichtig, der Negativserie heute endlich ein Ende zu setzen, darüber sind wir natürlich sehr erleichtert.  Ich bin sehr glücklich, dass ich mit einigen Aktionen helfen konnte und die Null auch endlich mal wieder stand. Für einen Torwart ist das schön, besonders wenn man auch mal einen "Unhaltbaren" halten kann. Für mich war es ein guter Tag, aber St. Pauli hatte große Chancen, daran müssen wir arbeiten. Nach dem Spielende war es heute aber einfach ein geiles Gefühl, das bekommt man sofort mit von den Fans. Das nehmen wir mit in die nächsten Wochen.

Peter Niemeyer:
Klar war es heute richtig anstrengend und ein harter Kampf, aber mit dem Sieg fällt es leichter, über die kleinen Schmerzen hinwegzusehen. Es kann sich jeder vorstellen, wie wichtig der Sieg für uns ist. In der Vorbereitung haben wir sehr viel investiert, um endlich den Dreier zu holen. Dennoch war heute nicht alles Gold, was glänzt. Das frühe Tor war enorm wichtig, danach haben wir mit Mann und Maus verteidigt. St. Pauli war sehr gut, wir hatten ein wenig Spielglück und einen sehr guten Torwart. Genau dafür haben wir gearbeitet im Vorfeld. Jeder stellt sein Ego hinten an und kämpft für den Erfolg. Diesen Weg müssen wir weiter gehen. Heute waren wir elf Krieger auf dem Rasen und im Kader noch mehr. Alle haben sich dem Erfolg untergeordnet.

Aytac Sulu:
Die Freude und Erleichterung sind groß. Nach 15 Spielen endlich wieder ohne Gegentreffer zu bleiben, das tut besonders gut. Die harte Arbeit aus der Vorbereitung hat sich heute ausgezahlt. Wir haben klar den Fokus auf die Defensive gelegt. Wir wussten, dass wir vorne immer für ein Tor gut sind und haben dann hinten einfach alle zusammen dicht gemacht. Die drei Punkte sind extrem wichtig, wir wollen nun das gute Gefühl mitnehmen und den Sieg zu Hause gegen Duisburg vergolden. Aber heute können wir den Erfolg auch ein kleines bisschen feiern. Wie unsere Fans, die heute wieder unser zwölfter Mann waren und uns sensationell unterstützt haben.