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Wir Lilien. Aus Tradition anders
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Die Resettaste drücken

Zugegeben: Jeder Fußballspieler möchte am liebsten so oft und so viele Partien wie möglich spielen. So auch die Lilien. Aber: Aktuell wissen alle um die Chance, die sich durch kommende Unterbrechung im Spielbetrieb bietet.

Foto: Holtzem

"Die Pause ist ein willkommener Anlass, um die Resettaste zu drücken", erklärte Dirk Schuster mit Blick auf den Zeitraum bis zum nächsten Spiel in Regensburg am 21. Oktober. Einschließlich des turnusmäßigen Auslaufens am Samstag bleiben also 15 Tage, um an den Dingen zu feilen, die in den vergangenen beiden Wochen etwas auf der Strecke blieben. Defensiv zeigten sich die Lilien bereits gegen den HSV verbessert. Zwei Gegentreffer - gegen extrem effiziente Gäste - lassen aber weiterhin Luft nach oben. Und im Offensivspiel möchte Schuster in den kommenden Tagen insbesondere daran arbeiten, "kaltblütiger die Chancen zu nutzen" und "Umschaltaktionen besser auszuspielen."

"Verschiedene Knackpunkte"

Auf den SV 98 wartet Arbeit in verschiedenen Bereichen. Oftmals waren es nur Teilaspekte im eigenen Spiel, die weitere Zähler verhinderten. So hakte es in Dresden und Kiel speziell in der Defensivarbeit, während gegen Bielefeld und Hamburg vor allem die Effizienz vor dem gegnerischen Tor fehlte. "In allen Spielen wären Punkte möglich gewesen", bilanzierte daher auch Serdar Dursun am Samstag und sprach zudem von "verschiedenen Knackpunkten", die jeweils den Ausschlag für den Gegner gegeben hätten.

Und während zuletzt angesichts des engen Spielplans das Augenmerk immer auch auf schnelle Regeneration gelegt werden musste, kann nun über zwei Wochen konkret und detailliert gearbeitet werden. "Es ist ganz gut, dass wir einen Break reinkriegen. Da können wir uns sammeln, viel analysieren und arbeiten, um danach die Wende zu schaffen", so Marcel Heller beim Blick auf die anstehende Trainingsarbeit, an deren Ende sich der 32-Jährige ein Ende des "Negativtrends" erhofft.

"Natürlich sind wir ein wenig geknickt. Ein Punkt aus fünf Spielen fühlt sich nicht gut an", verriet Dursun ehrlicherweise angesichts des angesprochenen Trends. Doch im selben Atemzug verbreitete der Torschütze des Vortages schon wieder Optimismus: "Für uns geht es trotzdem weiter. Wir haben eine gute Mannschaft, gute Jungs, einen guten Charakter und ein gutes Trainerteam."

“Wissen, dass wir es können“

Zusammengefasst eine funktionierende Gruppe, die alles daran setzen wird, wieder auf die Erfolgsspur einzubiegen und sich dabei an sich selbst orientieren kann.  "Wir wollen zu dem Darmstadt 98 zurückzukehren, das wir in den ersten Wochen waren", verdeutlichte Marcel Franke, bevor er anfügte: "Da haben wir gezeigt, dass wir auf jeden Fall in dieser Liga bestehen können. Wir wissen, dass wir es können und wollen nach vorne schauen. Und jetzt haben wir auch die Zeit zum Arbeiten und um dann in Regensburg anzugreifen."

Die Lilien wissen, was zu tun ist. Und starten daher am Montag mit einer Doppeleinheit in die Länderspielpause.