Erhoffter "Brustlöser" zur Grundsteinlegung

Wenn am Mittwochabend das Heimspiel gegen den FCK angepfiffen wird, liegen 21 Tage intensiver Vorbereitung hinter Dirk Schuster und seinem Team. Das Aufeinandertreffen mit den Roten Teufeln hatten die Lilien bei all den Strapazen dabei immer als erste Etappe vor Augen. Dementsprechend groß war die Vorfreude bereits bei der Pressekonferenz vor dem Pflichtspiel-Auftakt 2018.

Foto: Huebner/Ulrich

"Wir haben ein sehr gutes Gefühl nach der Vorbereitung, in der die Mannschaft sehr gut gearbeitet hat", verriet Schuster gleich zu Beginn den anwesenden Medienvertretern und ergänzte: "Wir freuen uns alle auf den 1. FC Kaiserslautern. Darauf, dass es um Punkte geht und der Testspiel-Charakter ein bisschen aus den Köpfen ist."

In der Vorbereitung auf das Flutlichtspiel spielten die Erkenntnisse aus ebendiesen Testspielen und der Vielzahl an Trainingseinheiten naturgemäß aber eine wichtige Rolle, wie auch der Cheftrainer der Lilien bestätigte: "Wir müssen die Erfolgserlebnisse, die wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, mitnehmen. Wir haben auf dieses Spiel hingearbeitet, um dort unser Ziel zu erreichen, das eindeutig heißt, die drei Punkte hierzubehalten und dem wir alles unterordnen. Wir werden gut gerüstet sein."

"Brustlöser" als Ziel

Eine optimale Vorbereitung und eine daran anschließende Leistung am Limit wird es auch brauchen, um mit der maximalen Punktausbeute in das neue Kalenderjahr zu starten. Denn diesem Vorhaben stellt sich mit dem FCK eine Mannschaft entgegen, die angesichts ihrer bisherigen 12 Punkte verbissen um jeden Zähler kämpfen wird. "Ich bin der Überzeugung, dass Lautern hier alles mobilmachen und uns alles abverlangen wird", erwartet auch Schuster einen hochmotivierten Kontrahenten, der sich nach den Erkenntnissen des 50-Jährigen in der spielfreien Zeit "geschickt verstärkt und Fortschritte gemacht hat." Auch deshalb sieht Schuster alle Voraussetzungen für "einen ganz heißen Tanz" erfüllt.

Angesichts der sportlichen Situation beider Mannschaften würde ein Sieg neben den drei Punkten auch als eine Art "Brustlöser" fungieren, wie Schuster es ausdrückte. Ein Nebeneffekt, den sich der Übungsleiter natürlich für seine Mannschaft erhofft. "Wir wollen mit einem guten Start in die verbleibenden 16 Spiele den Grundstein legen, den Relegationsplatz zu verlassen", misst Schuster dem Aufeinandertreffen mit den Pfälzern auch auf längere Sicht eine große Bedeutung zu, wohl wissend, dass den SV 98 "ein langer und steiniger Weg" hin zum großen Ziel Klassenerhalt erwartet.

Härtefälle möglich

Für die ersten Schritte auf diesem Pfad setzt der gebürtige Chemnitzer auf "Grundvoraussetzungen", die in seinen Augen auch jeder von der Mannschaft erwarten könne: "Die Fans werden eine Mannschaft sehen, die von der ersten bis zur letzten Minute alles versucht, das Spiel zu gewinnen. Die aufopferungsvoll und voller Leidenschaft kämpft, viele Wege geht, die Bereitschaft zeigt, alles zu geben, um danach in den Spiegel gucken zu können und alles versucht zu haben, die drei Punkte hierzubehalten."

Welche Startformation ebendiese Vorgaben am Mittwoch umsetzen wird, darüber gab es von Schuster naturgemäß noch keine Angaben. Angesichts der Tatsache, dass ihm und seinem Trainerteam nach aktuellem Stand mit Ausnahme des gesperrten Yannick Stark alle Spieler zur Verfügung stehen, sprach er aber von einer "sehr schweren Auswahl, bei der es auch zu Härtefällen kommen könnte."

Fest steht zumindest, dass alle Protagonisten in einem restlos ausverkauften Merck-Stadion am Böllenfalltor auflaufen werden.