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Heimsieg! Starker Auftritt gegen Kiel

Das war 90-minütiger Lilien-Fußball: Mit einem beherzten Auftritt schlagen die Lilien die KSV Holstein mit 3:2 (2:1). Mehlem (19.), Dursun (41.) und Franke (62.) trafen für die Hausherren, die sich mutig, leidenschaftlich und kampfstark präsentierten.

Foto: Huebner/Ulrich

Die Lilien präsentierten sich von Beginn an mutig und zwangen Kiel zu frühen Ballverlusten. Die erste gefährliche Aktion gehörte dennoch den Gästen. Einen Schuss aus knapp 20 Metern von Jonas Meffert wehrte Daniel Heuer Fernandes stark zur Ecke ab (6.). Dennoch: Die Anfangsphase stimmte optimistisch.

Die Darmstädter ließen sich von diesem ersten Warnschuss nicht beirren und übten weiterhin Druck auf die Norddeutschen aus.  Wild wurde es zum ersten Mal im Kieler Strafraum, als sich Jannik Dehm in einer Schuss von Joevin Jones warf und die Lilien Handspiel reklamierten. Schiedsrichter Kempkes gehörte nicht dazu und ließ weiterspielen (10.). In der Folge verzeichneten auch die Kieler immer mehr gelungene Offensivaktionen. Sowohl Honsak als auch Dehm fanden jedoch in Heuer Fernandes ihren Meister (12./15).

Das erste Tor verzeichneten die Hausherren: Nach einem sauber ausgespieltem Konter konnte Gäste-Keeper Kronholm den Schuss von Serdar Dursun nicht festhalten. Der angerauschte Marvin Mehlem nahm den Abpraller direkt und schob den Ball zum 1:0 ins Tor (19.).

Die Störche waren in der Folge um den Ausgleich bemüht und standen in Person von Janni Serra auch nur zwei Minuten nach dem Gegentreffer frei vor dem Tor der Lilien. Doch Rechtsverteidiger Patrick Herrmann, der bis zum Winter noch selbst für die KSV aktiv war, schnappte dem Kieler mit einem enorm starken Tackling den Ball vom Fuß (21.).

In einer intensiven Partie mit Chancen auf beiden Seiten  gelang Marcel Heller nach einem weiteren Konter beinahe das 2:0. Sein Lupfer landete letztendlich auf dem Tornetz (30). Der SV 98 hatte nicht vor, sich auf der Führung auszuruhen, doch die Kieler drängten nun auf den Ausgleich.

Der gelang dann auch tatsächlich durch Honsak, der einen Steilpass von Karazor verwerten konnte und zum 1:1 einschob (33.). Ein Dämpfer für die Lilien, aber nur ein kleiner. Nur sieben Minuten brauchte Dursun, um die die alten Verhältnisse wiederherzustellen. Eine Flanke von Kempe wuchtete der Torjäger mit dem Kopf ins Netz (41.) und brachte die Lilien-Anhänger in Ekstase.

Mit der verdienten Führung ging es wenig später in die Halbzeitpause. In einer abwechslungsreichen Partie mit zwei starken Mannschaften zeigte sich die Lilien bislang abgezockter und hätten kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Heller sogar fast das 3:1 markiert (42).

Die zweite Hälfte starteten beide Teams ohne Veränderungen im personellen Bereich. Und auch, was das Spiel selbst betraf, ging es ähnlich weiter wie in den ersten 45 Minuten. Keines der Teams hatte vor, es erstmal langsam angehen zu lassen. Schon wenige Minuten nach dem Wiederanstoß zog Lee den Ball aus kürzester Distanz auf das Tor von Heuer Fernandes, der den Ball mit einem Fußreflex zu klären wusste (50.).

Gerade, als es so aussah, als hätten sich die Kontrahenten auf eine kurze Verschnaufpause geeinigt, überschlugen sich die Ereignisse: Nur zwei Minuten nach seiner ersten gelben Karte sah Kiels Meffert nach einem Foul an Herrmann gelb-rot und sorgte so für Darmstädter Überzahl (61.). Mit dem anschließenden Freistoß fand Kempe im Strafraum Franke, der den Ball ins Tor köpfte. 3:1! (62.) Der Jubel über den Treffer währte nur kurz, denn Mühling verwandelte auf der Gegenseite nur drei Minuten später einen Strafstoß für die Kieler (65). Fehlentscheidung, denn: Herrmann hatte den Ball nicht mit der Hand, sondern mit der Hüfte abgewehrt (64.).  

Dass auf ein Tor schnell die Antwort folgte, blieb also eine Konstante in diesem Duell. Es war alles angerichtet für eine intensive Schlussphase, in die Anhänger der Lilien ihr Team lautstark nach vorne peitschten. Und die große Unterstützung gestaltete sich als äußerst hilfreich, denn die Kieler steckten trotz dezimierter Spielerzahl nicht auf. Die Lilien stand allerdings weiterhin kompakt und brachten den Sieg mit einer leidenschaftlichen Leistung ins Ziel.