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"Im Trainingslager musst du arbeiten!"

Tobias Kempe gehört zu den erfahrenen Spielern im Kader - nicht zuletzt, weil er seit Kurzem die 30 auf seinem Pass geknackt hat. Mit sv98.de sprach der Mittelfeldspieler über sein Alter, über die Neuen im Team, über seinen neuen Zimmerkameraden Tim Skarke und über seine Rolle in der Mannschaft. Kempe blickt dabei auf die bisherigen drei Vorbereitungswochen zurück und freut sich dabei auf die kommenden zwei Testspiele gegen Feyernoord Rotterdam und Werder Bremen.

Foto: Ulrich/Hübner

sv98.de: Tobi, seit Ende Juni gehörst du dem Club der 30er an. Eine Zahl, an die du dich noch gewöhnen musst?

Kempe: Es ist ja nur eine Zahl, außerdem fühle ich mich nicht wie 30. Von daher stört es mich nicht wirklich. Durch die jungen Spieler ist natürlich der Altersdurchschnitt in der Mannschaft gesunken. Das ist auch ganz gut, die Mischung macht's.

sv98.de: Siehst du dich jetzt mit den 30 Jahren nochmal als erfahrener Spieler in einer wichtigen Rolle, der den jungen Spieler hilft?

Kempe: Es ist ja auch nicht neu für mich, als Führungsspieler voran zu gehen oder Verantwortung zu übernehmen. Das habe ich ja schon die letzten Jahre versucht, zu machen und der Mannschaft so zu helfen. Ich fühle mich topfit und versuche, mit Leistung aber auch Verantwortung zu helfen.

sv98.de: Deine Zahlen belegen deine Aussagen. 2017/18 waren es 17 Scorerpunkte und in der vergangenen Saison 16. Ist es bei dir so ein bisschen wie mit einem guten Wein, der mit den Jahren immer besser wird?

Kempe: (lacht) Früher sind mir jedenfalls nicht so viele Tore und Assists gelungen. Die letzten zwei Jahre waren sehr gut, es ist aber auch immer mehr möglich. Ich bin natürlich ehrgeizig, wieder in solche Regionen zu kommen. Das Wichtigste ist aber, einfach gesund zu bleiben, fit zu bleiben und der Mannschaft so zu helfen.

sv98.de: Als erfahrener Spieler genießt man durchaus auch mal Privilegien. Für ein Einzelzimmer jetzt im Trainingslager hat es aber nicht gereicht, oder?

Kempe: Nein, die neuen und jungen Spieler sollen natürlich eingewöhnt und an die Mannschaft herangeführt werden. Dadurch ist es für mich gar nicht schlimm, auch die jungen Spieler an die Hand zu nehmen und gut zu integrieren - im Gegenteil. Es ist natürlich auch immer wichtig, dass die neuen Spieler und vor allem jungen Spieler gut ankommen in der Mannschaft.

sv98.de: Mit wem teilst du im Trainingslager dein Zimmer?

Kempe: Mit Tim Skarke.

sv98.de: Was ist so dein Zwischenfazit, inwiefern du mit deinem Zimmerpartner zufrieden bist?

Kempe: Noch sind ja erst knapp zwei Tage vergangen. Aber was ich schon sagen kann ist, dass er ein sehr ruhiger und angenehmer Zimmerpartner ist, mit dem man ziemlich viel Spaß haben kann. Ist ein guter Junge (grinst).

sv98.de: Ist dir irgendwas aufgefallen, was dich "nervt"? Ist er zum Beispiel sehr unordentlich?

Kempe: Sein Musikgeschmack ist super, er ist auch der DJ im Zimmer (lacht). Seine Musikbox hat er auch dabei.

sv98.de: Sieben Tage dauert das Trainingslager in diesem Sommer. Sehr viele Einheiten. Zwei sehr knackige und interessante Testspielgegner. Dürfte eine harte Woche werden, oder?

Kempe: Ja so muss es auch sein. Im Trainingslager musst du arbeiten! Hier haben wir genug Zeit miteinander. Wir sind viel auf dem Platz und können viele Sachen einstudieren. Die beiden Spiele sind natürlich perfekt, vor allem auch als Maßstab für uns. Das sind zwei Gegner mit einer anderen Qualität. Es ist eine gute Herausforderung, auf die wir uns freuen.

sv98.de: Du erwähnst gerade Werder Bremen und Feyernoord Rotterdam. Gegner, auf die man sich richtig freut, oder?

Kempe: Man kann da ganz gut erkennen, wo man steht in der Vorbereitung. Und gegen so einen Gegner ein gutes Spiel zu machen, gibt natürlich auch ordentlich Selbstvertrauen, auch für jeden einzelnen Spieler. Es ist zwar "nur" ein Testspiel, aber wir müssen da auch ans Limit rangehen - es sind zwei Spiele, wo wir uns auf einem hohen Level messen können.

sv98.de: Hat euch der Trainer bereits Schwerpunkte genannt, die jetzt im Vordergrund stehen?

Kempe: Der Fokus ist natürlich auf die Kompaktheit gerichtet. Erst hatten wir erst die Defensivabläufe, jetzt kommen die langsam die Offensivabläufe dran, in die wir Struktur hereinbringen wollen. Und dann schauen wir einfach mal, was der Trainer sich noch einfallen lässt.

sv98.de: Insgesamt neun neue Spieler sind mit dabei, ist das TL auch in Sachen Integration ein wichtiger Faktor?

Kempe: Ja, natürlich. Wir sind ja fast 24 Stunden aufeinander und können uns deshalb alle gut kennenlernen, auch die neuen Spieler. Aber wie gesagt, sie haben sich bereits sehr gut eingebracht, den einen oder anderen muss man natürlich noch etwas besser kennen lernen. Aber es lässt sich schon sagen, dass richtig gute Jungs dabei sind.

sv98.de: Ihr habt drei Einheiten auf dem Buckel hier in Österreich. Wie schwer schmerzt es nach einer so intensiven Einheit nochmal auf das Rad zu steigen und den Berg zum Hotel hochradeln zu müssen?

Kempe: Wenn du nach dem Training kaputt bist, willst du eigentlich nur aufs Zimmer oder in die Kabine. So eine Bergsteigung ist dann aber noch mal die letzte Prozentzahl, die man aus sich herausholt. Aber die schlauen und erfahrenen Spieler fahren nur unten an der Straße entlang und das letzte Stück laufen sie mit dem Fahrrad hoch (lacht).