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Keine Heimpunkte für die Lilien

Bitterer Spielverlauf: Das 20. Saisonspiel hatte für die Lilien keine Zähler parat – 1:2 (1:1) hieß es am Ende gegen den MSV Duisburg.

Foto: Huebner/Ulrich

Der Gast aus Duisburg begann mutig gegen die Lilien und hatte in der 7. Minute die erste Schusschance durch Moritz Stoppelkamp, dessen Schuss jedoch abgefälscht über den Kasten von Keeper Heuer Fernandes flatterte. Weitere Gelegenheiten von Bomheuer (8.) und Platte (12.) verpufften. Eine Ecke von Tobi Kempe bescherte den Lilien die erste dicke Möglichkeit des Spiels, doch MSV-Keeper Flecken war bei Großkreutz‘ Hammer von der Sechzehner-Kante auf dem Posten.

In der 17. Minute dann die kalte Dusche für die Hausherren: Duisburgs Engin marschierte an Freund und Feind vorbei durchs Mittelfeld und traf trocken ins lange Eck des Darmstädter Tores – 0:1. Die Lilien zeigten sich jedoch keineswegs geschockt, sondern hatten bereits vier Zeigerumdrehungen später beinahe die passende Reaktion parat: Jones‘ Volleyschuss aus spitzem Winkel landete nur knapp über dem Gäste-Kasten.

Die Lilien ließen nicht locker: Dieses Mal fehlten Dong-Won Ji nur ein paar Zentimeter zum Ausgleich nach einer schönen Kombination auf der rechten Seite (23.). Der MSV Duisburg zog sich in der Folgezeit weiter zurück, konnte jedoch nach einem Eckball die nächste Möglichkeit verbuchen: Frödes Schuss strich um Haaresbreite am Lilien-Tor vorbei (35.). Nur 120 Sekunden später die Antwort der Lilien: Nach einer starken Kombination über Kempe und Großkreutz gelangte der Ball zu Ji ins Zentrum, wo Dong-Won Ji frei vor Flekken überlegt zum 1:1 einschob. Auch in der Folge blieb der SV 98 am Drücker, mit dem Unentschieden ging es in die Kabine.

Die Lilien kamen agil aus der 15-minütigen Halbzeitpause, es dauerte aber bis zur 60. Minute, ehe sich die nächste große Gelegenheit für die Hausherren ergab: Medojevic spielte Jones im Strafraum schön frei, doch der verzog mit dem Außenrist. Es entwickelte sich ein echter Abnutzungskampf am Böllenfalltor mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Symptomatisch dafür ergaben sich für den MSV die nächsten Einschussmöglichkeit per Standardsituationen: Erst lenkte Heuer Fernandes den Ball klasse über das Tor (64.), anschließend konnte Peter Niemeyer das Leder aus der Gefahrenzone klären (65.). Heuer Fernandes bekam nach 70 Minuten die Gelegenheit, sich auszuzeichnen, als er einen Kopfball von Iljutcenko aus der Ecke wischte. Anschließend trat Niemeyer auch offensiv in Erscheinung: Seine Direktabnahme nach Kempes Vorarbeit war aber zu zentral.

20 Minuten vor dem Ende eine Riesenparade von Heuer Fernandes! Der Schlussmann kratzte einen Iljutcenko-Kopfball aus dem Winkel und hielt den Lilien so das Remis fest. Die Gastgeber kamen ihrerseits fünf Zeigerumdrehungen später gefährlich vor das Zebra-Tor: Pete Niemeyer zog von der Strafraumkante aus ab, sein Schuss landete jedoch in den Armen von Mark Flekken. Beide Mannschaften lauerten unmittelbar vor dem Ende auf den Lucky Punch. Dieser wäre den Lilien in der 84. Minute beinahe geglückt: Terrence Boyd scheiterte nach klasse Vorarbeit von Kempe aus kurzer Distanz an Flekken. Der MSV Duisburg nutze seine Möglichkeit im Gegenzug eiskalt: Einen Kopfball nach Freistoß aus dem Halbfeld konnte Heuer Fernandes noch parieren, beim Abstauber von Iljutcenko war er jedoch machtlos. 1:2 - ganz, ganz bitter für die Lilien! Die Südhessen warfen in den letzten Augenblicken nochmal alles nach vorne, mussten sich aber letztendlich mit 1:2 geschlagen geben.