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Kopper: "Alle Chancen offen"

Am Mittwochabend (12.6./18.30 Uhr) ist es soweit: Im Böllenfalltorstadion geht es für die U17 des SV 98 um den Aufstieg in die Bundesliga. Nachdem das Hinspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:2 verloren ging, werden die Junglilien nochmals alles geben müssen. Im Gespräch mit sv98.de ordnete NLZ-Leiter Björn Kopper die vergangene Partie ein und sprach über die Erwartungen an das Rückspiel.

Foto: Hübner

sv98.de: Das Hinspiel beim FC Kaiserslautern endete nicht unbedingt nach dem Geschmack der Lilien. Wie bewertest du die Partie?

Björn Kopper: Beide Mannschaften haben am Samstag auf einem hohen Niveau gespielt, gerade vor dem Hintergrund der Wichtigkeit des Spiels und der anfänglichen Aufgeregtheit auf beiden Seiten. Wir haben gut angefangen und ein bisschen aus dem Nichts das 0:1 kassiert – ein Tor, was auch in der Entstehung etwas unglücklich war. Am Ende war es wichtig, dass die Mannschaft noch das 1:2 erzielt hat. Wir hatten ja sogar noch ein paar gute Möglichkeiten, das Unentschieden zu erreichen. Defensiv haben wir für ein Auswärtsspiel nicht viel zugelassen, die Tore hätten wir allerdings verhindern können. Letztendlich nehmen wir das Ergebnis so wie es gekommen ist. Es war eine sehr ordentliche bis gute Leistung von den Jungs, mit einem Endstand, der im Rückspiel noch alle Chancen für uns offenlässt.

sv98.de: War der Elfmeter eine Art Knackpunkt im Spiel?

Kopper: Der Strafstoß hat sicherlich zu einer Veränderung des Spielverlaufs beigetragen. Bis dahin war es ein recht ausgeglichenes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Wir hatten uns zuvor ein paar Male in guten Schusspositionen befunden, sind aber zu selten zum Abschluss gekommen. Auf der anderen Seite hat unser Torwart Alessio Samarelli auch gut gehalten. Der Elfmeter selbst ist dann, wie bereits erwähnt, unglücklich entstanden und hat durchaus Einfluss auf den Spielverlauf genommen. Für uns galt es ab dem Punkt erstmal, uns nicht in eine noch schwierigere Position für das Rückspiel zu bringen.

„Wenn wir etwas konsequenter sind, haben wir gute Möglichkeiten“

sv98.de: Was muss im Rückspiel besser gemacht werden, um am Ende aufzusteigen?

Kopper: Betrachtet man die gesamte Partie, so haben wir ein wirklich gutes Spiel gemacht. Allerdings gab es natürlich auch den einen oder anderen Moment, wo wir wissen, dass wir das besser hätten lösen können. So hatten wir zum Beispiel manche Schusschance, bei der wir mehr Gefahr hätten entwickeln können. Hin und wieder haben wir ein, zwei Schritte zu viel gemacht, zu lange gezögert. Wichtig wird also sein, die gefährlichen Situationen konsequenter zu Ende zu spielen. Dass die Mannschaft das kann, hat sie ja bereits über die gesamte Saison bewiesen. Letztendlich muss man jedoch festhalten, dass die Lauterer auch ein gutes Spiel gemacht haben. Wenn wir aber selbst, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, noch etwas konsequenter sind, haben wir gute Möglichkeiten.

„Wollen einer so guten Saison das i-Tüpfelchen aufsetzen“

sv98.de: Große Teile der Mannschaft sind im nächsten Jahr schon zu alt für die U17 und kämpfen im Grunde nicht für sich selbst um den Aufstieg, sondern für die Folgegeneration. Für was für ein Gefühl sorgt das bei den Spielern?

Kopper: Beim Jugendfußball liegt es ja im System, dass der Nachfolgejahrgang von der Leistung der Mannschaft im Vorjahr profitiert. So haben die Jungs das auch schon als Kinder kennengelernt. Hinzu kommt, dass sich die Spieler ja auch für eine so gute Saison belohnen und ihr das i-Tüpfelchen aufsetzen wollen. Der Anspruch, in die Bundesliga aufsteigen zu wollen, besteht also so oder so. Dass sie dem Folgejahrgang die Bundesligateilnahme ermöglichen würden, würde die Jungs jedoch umso mehr freuen.

sv98.de: Welche Bedeutung hätte der Bundesligaaufstieg für die Mannschaft und besonders die Jugendabteilung des Vereins - gerade auch im Hinblick auf die Attraktivität für potenzielle Neuzugänge?

Kopper: Es ist natürlich immer unser Ziel, bei unseren Jugendmannschaften eine Stringenz in Bezug auf die Ligaanforderungen herzustellen. Entsprechend möchten wir sowohl mit der U17 als auch der U19 in der Bundesliga spielen, wo man als Spieler in wirklich jedem Spiel an seine Leistungsgrenze gehen muss. Gleichzeitig hat es bei den Gesprächen mit unseren Neuzugängen nie eine Rolle gespielt, welcher Liga wir angehören. Vielmehr waren sie von der Ausbildung, dem Konzept und vom Umgang mit ihnen als Spieler überzeugt. Schlussendlich wollen wir den Aufstieg natürlich schaffen, aber es ist nicht das Einzige, was zählt. Sollten wir nicht aufsteigen, werden wir weiterhin genauso gute Nachwuchsarbeit leisten – und in der neuen Saison den nächsten Versuch starten.