Überraschung ausgeblieben

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Gegen den Bundesliga-Absteiger Hamburger SV zogen die Lilien mit 1:2 (0:2) den Kürzeren.

Foto: Jan Huebner/Ulrich

Die Hamburger kamen mit viel Schwung in die Partie und konnten auch die ersten Chancen für sich verbuchen. Zunächst schoss Arp noch aus spitzem Winkel am Tor vorbei (7.), nach 13 Minuten fiel dann aber die Führung für die Gäste: Hunt hatte vor dem Strafraum zu viel Platz und schoss platziert ins Eck.

Auch in den folgenden Minuten blieb der HSV die gefährlichere Mannschaft, auch wenn große Gelegenheiten jetzt eher Mangelware waren. Erst nach gut 20 Spielminuten kamen die Lilien mehr in der gegnerischen Hälfte zum Zug und hätten nach einer Ecke auch beinahe den Ausgleich erzielt: Serdar Dursun kam zum Abschluss, doch ein Abwehrspieler konnte den Ball gerade noch blocken (24.). Kurz darauf der nächste Aufreger im Strafraum der Hamburger: Nach einem Freistoß traf Santos Tim Rieder mit der Hand im Gesicht – Schiedsrichter Dietz entschied jedoch zum Unverständnis der Hausherren auf Weiterspielen.

Dennoch waren die Lilien jetzt mutiger und forscher. Immer wieder kam der SV 98 zu guten Umschaltaktionen und Balleroberungen. Aus einer solchen Balleroberung entstand auch die nächste Chance für die Lilien, doch der Abschluss von Dursun wurde zur Ecke geblockt (34.). Dennoch waren es die Hamburger, die das nächste Tor erzielten. Nach einem Konter traf Holtby für die Hanseaten (45.).

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Partie dann deutlich zerfahrener, immer wieder ging es hin und her, doch oft unterbrachen Foulspiele das Spiel. Die Folge: Vor beiden Toren wurde es zunächst kaum gefährlich. Erst nach gut einer Viertelstunde des zweiten Durchgangs sorgten die Lilien wieder für Gefahr, doch van Drongelen köpfte einen Ball knapp am eignen Tor vorbei (61.). Doch dann auf einmal die Riesenchance für den SV 98: Der eingewechselte Joevin Jones setzte Tobias Kempe überragend in Szene, doch der Mittelfeldspieler schoss den Ball über die Latte (63.). Anschließend wurde es wieder vor dem Tor der Lilien gefährlich, aber Aytac Sulu klärte die Hereingabe von Sakai in höchster Not zur Ecke (68.).

Der SV 98 versuchte alles und kam auch immer wieder gefährlich vor das Tor - so auch in der 71. Minute, als Sulus Abschluss sein Ziel nur knapp verfehlte. Aber die Lilien gaben sich nicht auf und kamen so in der 89. Spielminute endlich zum Anschlusstreffer: Nach einer Ecke brachte Johannes Wurtz den Ball in Richtung Tor und Dursun lenkte das Spielgerät noch entscheidend in die Maschen. Beflügelt von der Stimmung am Böllenfalltor warfen die Lilien jetzt alles nach vorne und kamen in den letzten Minuten noch zu guten Gelegenheiten auf den Ausgleich. Die beste Möglichkeit hatte Kempe mit einem ruhenden Ball, doch sein Versuch von den Strafraumkante flog über das Tor der Gäste (90.). Ein Treffer wollte aber nicht mehr fallen und so blieb der Mut der letzten Minuten unbelohnt.