"Sind bis zum Ende marschiert"

sv98.de hat die Stimmen zum 1:1 gegen den SV Sandhausen zusammengefasst.

Foto: Huebner/Ulrich

Dirk Schuster:
Ich denke wir haben bei etwas wärmeren Temperaturen ein kampfbetontes und intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen gesehen. Beide Mannschaften waren auf Augenhöhe. Wir hatten einen riesigen Support, der nicht alltäglich ist. Wir können glücklich sein, dass die Fans heute so da waren und uns auch in schwierigen Phasen immer gepusht haben. Sandhausen hat es uns zu Beginn sehr schwer gemacht und wir haben uns dementsprechend schwer getan. Nach dem 0:1 haben wir aber nicht die Nerven verloren, weiter geduldig nach vorne gespielt und auf Chancen gelauert. Die kam dann auch mit dem Kopfball von Platte, der gerade noch so auf der Linie geklärt wurde. In der zweiten Halbzeit haben wir dann eine Darmstädter Mannschaft gesehen, die unbedingt gewinnen wollte. Wir wussten aber auch, dass es gegen die beste Defensive der Liga nicht einfach werden würden. Auch nach dem Ausgleich haben wir weiter nach vorne gespielt, gedrückt und auch offensiv gewechselt. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, denn die Mannschaft hat alles rausgefeuert und ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, auch wenn das von der Optik in der ersten Halbzeit vielleicht nicht so aussah.

Kenan Kocak:
Ich denke, das Spiel wurde gut analysiert. In der ersten Halbzeit haben wir gut in die Partie gefunden, waren die aktivere Mannschaft, hatten aber auch Glück bei den Chancen von Darmstadt. Die zweite Halbzeit hat mit dem Elfmeter für uns nicht gut angefangen. Die Entstehung war ärgerlich, da wir durch einen eigenen Ballverlust den Freistoß zugelassen haben. Darmstadt war dann dominant und wir konnten unser Spiel nicht mehr durchziehen. Gut war, dass die Mannschaft sich gegen die Niederlage gestemmt hat uns alles versucht hat, um den Punkt zu behalten. Darmstadt ist eine sehr gute Mannschaft, die seit acht Spielen nicht verloren hat und sehr stabil ist. Wir können über den Punkt froh sein.

Felix Platte:
Wir sind schwer in die Partie gekommen. Wichtig war aber, dass wir uns davon nicht haben beeindrucken lassen, sondern weitergemacht haben und wieder aufgestanden sind. Das haben wir dann spätestens nach der Halbzeit gemacht. Da wollten wir das Ergebnis der ersten Hälfte wieder gut machen, auch für die vielen Fans. Nach der Pause haben wir die Handbremse vollständig gelöst und alles versucht. Jeder hat gesehen, dass die Mannschaft alles gegeben hat. Wir haben bis zum Ende alles reingeworfen und sind weiter marschiert, obwohl wir vielleicht auch ein wenig mit den Kräften am Ende waren. Natürlich hätten wir uns heute die drei Punkte gewünscht, aber den einen Punkt sehen wir trotzdem positiv, genau wie in der vergangenen Woche. Wir gehen davon aus, dass der Punkt uns beim Klassenerhalt weiterhilft.

Fabian Holland:
Wir haben alle ein bisschen gemerkt, dass die ersten Minuten nicht ganz so unsere waren, dass wir da vielleicht noch nicht ganz auf dem Platz waren. In der zweiten Halbzeit haben wir dann die richtige Reaktion gezeigt und uns den Punkt verdient. Mit ein bisschen Glück gewinnen wir das Spiel dann noch. In den letzten Minuten hätte durchaus noch einer reinfallen können. Da fehlt ein bisschen Glück und ein bisschen  Zielstrebigkeit. Trotzdem ist es wieder ein Punkt mehr, den Wert werden wir am Ende der Saison kennen. Wir sind seit Wochen auf einem guten Weg und wurden in den vergangen acht Spielen immer mit Punkten belohnt. Da müssen wir einfach dranbleiben.

Aytac Sulu:
In den ersten zehn bis 15 Minuten sind wir von Sandhausen ein wenig eingeschnürt worden, da haben wir zu viele Standardsituationen zugelassen, die bei Sandhausen sehr gefährlich sind. Insgesamt war die erste Hälfte etwas zerfahren mit vielen langen Bällen auf beiden Seiten. Trotzdem hatten wir auch vor der Pause zwei dicke Möglichkeiten und spätestens nach der Pause haben wir das Heft des Handelns in die Hand genommen. Da hatten wir auch die Chancen, um die drei Punkte mitzunehmen. Da hat uns dann auch das Quäntchen Glück für den zweiten Treffer gefehlt. Trotzdem haben wir den Rückstand auf den Relegationsplatz verkürzt. Seit Wochen ist eine Mannschaft zu sehen, die alles gibt und sich den Klassenerhalt erarbeiten und verdienen will. Das macht mich sehr optimistisch für die nächsten Spiele.