"Haben einen Zähler gerettet"

sv98.de hat die Stimmen zum späten Punktgewinn der Lilien gegen Sandhausen zusammengefasst.

Foto: Jan Huebner/Voigt

Kenan Kocak
Darmstadt hat einen guten Saisonstart hingelegt, wir leider ergebnistechnisch nicht so. Daher war uns klar, dass heute viel passen muss, damit wir hier eine Chance haben. Wir haben die Woche genutzt, um uns intensiv auf die Partie vorzubereiten. Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gezeigt und vor allem die ersten 30 Minuten das Spiel kontrolliert und den Gegner nur durch eigene Fehler stark gemacht. Das Spiel ist dann gelaufen, wie wir es uns erhofft hatten. In der zweiten Halbzeit gingen wir dann in Führung, verteiditgen geschickt und hatten die Chance auf das 2:0, haben den Treffer aber leider nicht gemacht. Dann war klar, dass Darmstadt mit der Qualität und Wucht immer zu Chancen kommen kann. Die Entstehung des Ausgleichs ist unglücklich, denn für mich war das kein Foul, aber Darmstadt hat dann auch einen Qualitätsspieler wie Tobias Kempe. Wir sind jetzt enttäuscht über das Ergebnis, aber auf die Leistung können wir aufbauen.

Dirk Schuster
Ich denke, es war eine sehr kampfbetonte Partie mit vielen Zweikämpfen, in der beide Mannschaften am Limit gespielt und sich nichts geschenkt haben und in der viele Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben haben. Die ersten 30 Minuten waren wir gar nicht im Spiel, waren im Spielaufbau zu fehlerhaft und einfach brutal schlampig – das sah überhaupt nicht gut aus. Ab der 30. Minute haben wir uns in die Partie gebissen und waren dann aggressiver in den Zweikämpfen. Wir wollten den Schwung für die zweite Halbzeit mitnehmen, wurden aber direkt kalt geduscht. Durch eine Kette von individuellen Fehlern sind wir in Rückstand geraten. Die folgenden Minuten haben dann gezeigt, wie schwierig es ist, gegen Sandhausen noch etwas zu holen. Wir hatten Glück, dass Sandhausen aus zwei Riesen-Chancen nicht den zweiten Treffer macht. Meine Mannschaft hat große Moral bewiesen, nach vorne gespielt, sich Chancen erspielt und dann auch den Ausgleich gemacht. Der Punkt ist gut für uns, trotzdem sind wir gut beraten, die Konzentration ab der ersten Minute auf den Platz zu bringen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir mit einem Punkt nach Hause gehen können.

Marcel Franke:
Es war ein schwieriges Spiel heute. Vor der Pause haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Im Spielaufbau haben wir einfache Ballverluste gehabt, die glücklicherweise nicht bestraft wurden. Die Viertelstunde vor der Pause haben wir uns dann gestrafft und es besser gespielt. Nach der Pause bekamen wir leider gleich das Gegentor, in Rückstand wird es immer sehr schwierig gegen Sandhausen. In der Defensive haben sie schon ein richtiges Bollwerk auf dem Platz. Beim Gegentor waren wir einfach noch nicht wach. Wir haben danach dann brutal nach vorne gespielt, aber müssen auch ehrlich zugeben, dass Sandhausen Möglichkeiten zum 2:0 hatte. Da hat uns Ferro im Spiel gehalten. So konnten und haben wir immer dran geglaubt, dass wir noch einen Chance bekommen. Dafür sind wir am Ende belohnt worden. Jetzt haben wir einen Zähler gerettet, damit muss man nach diesem Spiel zufrieden sein. Wir haben heute vielleicht mit etwas zu viel Risiko gespielt, dadurch kam kein richtiger Spielfluss auf. Speziell die einfachen Ballverluste müssen wir abstellen. Am Ende war die Erleichterung groß nach dem Tor. Mit einem Tor in letzter Minute ist es natürlich ein glücklicher Punkt, aber in ein paar Wochen fragt keiner mehr danach. Wir nehmen diesen Zähler gerne mit.

Tobias Kempe:
Es war ein schwieriges Spiel heute und schlussendlich müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Der Ball beim Freistoß lag optimal, der Torhüter konnte den Ball nur schwer sehen. So musste ich ihn nur über die Mauer heben. Zum Glück war er dann auch wirklich drin. Der Gegner heute ist bekannt dafür, nur wenig anbrennen zu lassen. Sie bestreiten viele Zweikämpfe, sind robust und spielen viele lange Bälle. Wir sind in der ersten halben Stunde nicht in die Partie gekommen und haben zu viele Einladungen verteilt und es dem Gegner zu leicht gemacht. Da gab es einige Kleinigkeiten, die wir verbessern müssen. Nach der Pause bekamen wir das schnelle Gegentor, aber danach waren wir gut im Spiel und haben insgesamt eine ordentliche zweite Halbzeit gespielt. Und am Ende denke ich, dass wir auch verdient noch einen Punkt geholt haben.