"Drei Punkte leichtfertig hergegeben"

sv98.de hat die Stimmen zur Niederlage gegen Bielefeld zusammengefasst.

Foto: Hübner

Jeff Saibene:
Wir hatten heute einige Wechsel und haben einige Stammspieler geschont – damit sind wir ein kleines Risiko eingegangen. Wenn man in der letzten Sekunde gewinnt ist natürlich Glück dabei, aber wenn man das ganze Spiel mit vielen Torchancen und zwei nicht gegebenen Elfmetern sieht, haben wir verdient gewonnen.

Dirk Schuster:
Wenn man bis zur 90. Minute 1:0 führt und dann noch verliert, ist das natürlich sehr bitter. Von der Leistung haben wir heute eine deutliche Steigung zu Dresden gezeigt. Wir haben in der ersten Halbzeit kontrolliert gespielt, uns Selbstvertrauen geholt und einige Chancen erspielt und gehen dann 1:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit haben wir kämpferisch nochmal zugelegt, daher mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf und bin mit der Leistung einverstanden. Umso ärgerlicher ist, dass wir das Spiel dann noch so hergeben. Wir müssen jetzt nach vorne schauen, das Spiel analysieren und in Kiel mit voller Kraft bis zur 93. Minute spielen. 

Zum nicht gegebenen Foul an Dursun vor dem 1:1:
"Über die Szene mit Dursun vor dem 1:1 muss sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Wir haben es nochmal angesehen und ich muss sagen, dass ich manchmal die Gedankengänge der Schiedsrichter nicht verstehe. Aber das müssen wir akzeptieren."

Aytac Sulu:
Ich weiß so kurz nach dem Spiel auch nicht, wie uns das passieren konnte. Bielefeld schießt im ganzen Spiel vielleicht dreimal aufs Tor und nimmt am Ende die drei Punkte mit. Ich glaube nicht, dass heute die bessere Mannschaft gewonnen hat. Wir können uns keinen großen Vorwurf machen, wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und führen bis zum Ende 1:0. Wie es am dann Ende zu zwei Gegentoren kommen kann, kann ich momentan nicht sagen. Aber wir müssen uns sicherlich besser anstellen, da haben wir am Ende nicht gut genug verteidigt. Trotzdem haben wir nach der Niederlage in Dresden ein gutes Spiel gemacht, meiner Meinung nach waren wir in allen Belangen besser und haben unverdient verloren. Am Ende kommt leider vieles zusammen.

Marcel Heller:
Die Szenen bei den Gegentoren habe ich noch nicht so vor Augen, geschwiege denn eine Erklärung parat. Wir führen in der 90.Minute und verlieren am Ende das Spiel, natürlich sind wir sauer und enttäuscht. Wir haben die drei Punkte leichtfertig hergegeben, das tut weh. Es ist sehr bitter, in der englischen Woche zwei Niederlagen einzufahren. Speziell heute war die Niederlage absolut zu vermeiden. Wir waren besser als Bielefeld, ich erinnere mich, bis vielleicht auf den abgefälschten Lattentreffer, nicht an eine Großchance vor der Nachspielzeit. Wir haben das Spiel dominiert und gehen auch 1:0 in Führung. Das hat uns in die Karten gespielt und dann geben wir in den letzten Minuten alles aus der Hand. Das müssen wir jetzt analysieren. Wenn wir führen, müssen wir in Zukunft auch mal einen drauflegen. So minimieren wir das Risiko, dass es schief gehen kann.