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"Lieberknecht"

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"Lieberknecht" statt "Knecht Ruprecht". Hier findet Ihr den vollständigen Gedichtstext zur Lilien-Interpretation des Klassikers von Theodor Storm.

Lieberknecht: Habt guten Abend, alt und jung
bin allen wohl bekannt genug.
Aus der Palz da komm ich her,
doch in Südhessen gefällt‘s mir sehr!
Überall auf allen Stadionsitzen,
seh‘ ich blau-weiße Lilien blitzen.
Schon am ersten Tag am Böllnfalltor,
stand ich mit großen Augen davor.
Im Sommer ging ich an mein Handy ran,
Wehle sprach mich mit heller Stimme an:

Wehlmann: Lieberknecht, du alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Wir suchen einen neuen Mann,
dein Name hat sich aufgetan,
Alle Lilienfans sollen nun
vom steten Wechsel einmal ruhn;
drum komm zu uns auf Darmstadts Erden,
es soll wieder Lilienfußball werden!
So sprich denn rasch mit Luca und Klaus,
wir suchen noch mehr gute Spieler raus,
damit, da mögen wir dran denken,
sie uns mit vielen Siegen beschenken.

Lieberknecht: O lieber Wehle, ganz ohne List,
Meine Reise schon gestartet ist.
Ich komme jetzt in deine Stadt,
wo’s sowieso schon gute Spieler hat.
Hast den Vertrag denn auch bei dir?

Wehlmann: Der Vertrag, der liegt schon hier,
Gehalt, Laufzeit und auf der Haube einen Stern,
das haben alle Trainer gern.
Hast deinen Plan denn auch bei dir?

Lieberknecht: Der Plan, der ist hier.
Doch beim Plan, da gibt’s nicht nur den einen echten,
da gibt’s nur die guten und die schlechten.

Wehlmann: So ist es recht.
So machen wir’s, mein Lieberknecht!

Lieberknecht: Aus der Palz fuhr ich dann her,
Geblitzt wurd ich, nicht einmal, sondern einmal mehr!
Nun sag ich wie ich’s seither find:
Die Lilien eine Herzensangelegenheit sind!

Wehlmann: Mit dir gefällt’s uns auch sehr gut,
viele Tore, Leidenschaft und Mut.

Und für die Zeit, in der der Ball kurz ruht,
Frohe Weihnacht – und viel Spaß bei dem, was ihr so tut!

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