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Gegner im Fokus: 1. FC Magdeburg

Am Samstag (13.4./13.00 Uhr) treten die Lilien beim 1. FC Magdeburg an. Wir haben den FCM vor der Partie unter die Lupe genommen.

Allgemeines

Der 1. FC Magdeburg entstand am 22. Dezember 1965 durch die Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem SC Magdeburg. Danach vergingen nur knapp neun Jahre, bis der FCM den großen AC Mailand im Mai 1974 mit 2:0 besiegte und somit den Europapokal nach Sachsen-Anhalt holte. Der Finalsieg in Rotterdam war gleichzeitig der größte Erfolg, der je von einem DDR-Team gefeiert werden durfte. Und auch auf nationaler Ebene waren die Magdeburger zu dieser Zeit das Maß aller Dinge und hoben zwischen 1972 und 1975 gleich drei Mal die DDR-Meisterschale in die Höhe. Solch ruhmreiche Momente blieben den Blau-Weißen seit der Wiedervereinigung allerdings verwehrt. Tatsächlich dauerte es bis zur Saison 2015/16, ehe sich der Klub, der weiterhin unangefochtener Rekordpokalsieger in Sachsen-Anhalt ist, zurück in den Profifußball hocharbeiten konnte. Nachdem ein zwischenzeitlich eingeleitetes Insolvenzverfahren kurz nach der Jahrtausendwende sogar für einen Zwangsabstieg in die Oberliga gesorgt hatte, gelang den Magdeburger damals der Sprung in die Drittklassigkeit. Seit dieser Spielzeit findet sich der FCM in der zweithöchsten deutschen Spielklasse wieder – und will dort naturgemäß ein wenig länger verweilen.  Rein stadiontechnisch ist der Verein allemal für höhere Gefilde ausgestattet – in der MDCC-Arena, die für ihre lautstarke Atmosphäre bekannt ist, finden rund 30.000 Zuschauer Platz.

Kader

Ein Winter-Neuzugang hat maßgeblichen Anteil am bislang bemerkenswerten Pflichtspieljahr 20019. Im Winter unterschrieb der zuvor vereinslose Jan Kirchhoff einen Vertrag beim FCM und stabilisiert seitdem das defensive Mittelfeld im Team von Michael Oenning. bemühten. Auch Timo Perthel, der aus Bochum an die Elbe wechselte, zählt seit der Winterpause zum Stammpersonal der Magdeburger. Cheftrainer Oennig bekleidet sein Amt seit dem November vergangen Jahres, als er die Nachfolge von Jens Härtel antrat. In den Überlegungen des 53-Jährigen spielen auch die Sommerneuzugänge Rico Preißinger (VfR Aalen), Tobias Müller (Hallescher FC) und Marius Bülter (SV Rödinghausen) eine große Rolle – alle drei zählen zur Stammformation der Blau-Weißen. Für besonders viel Furore sorgt aber weiterhin ein Spieler, der bereits seit mehr als sechs Jahren beim FCM unter Vertrag steht: Christian Beck ist mit acht Treffern und sechs Assists der erfolgreichste Scorer des Tabellensechzehnten und würde seine Quote gegen die Lilien sicherlich gerne ausbauen.

Saisonverlauf

Neu in der Liga brauchte der FC Magdeburg eine ganze Weile, um sich zurechtzufinden. Es dauerte beinahe zwei Monate, bis der Aufsteiger seinen ersten Dreier einfahren konnte. Für das ein oder andere Spektakel, wie die wilden Unentschieden gegen Paderborn (4:4) und Duisburg (3:3), konnten die Ostdeutschen bereits vorher sorgen. Nur mit den Siegen wurde sich weiterhin schwergetan, weswegen die Führungsetage sich Mitte November genötigt fühlte, die Reißleine zu ziehen und Trainer Jens Härtel von seinen Aufgaben zu entbinden. Unter Nachfolger Oenning gelang allerdings kein Sieg mehr im Jahr 2018, sodass der FCM als Vorletzter mit nur 11 Zählern in die Winterpause ging. Seit der Rückkehr in den Spielbetrieb zeigen die Magdeburger allerdings ein anderes Gesicht. In den zehn Begegnungen des Jahres wurden bereits 16 Punkte eingefahren, speziell der zurückliegende Auswärtssieg beim HSV sorgt für eine breite Brust rund um die MDCC-Arena. Aufgrund der punktemäßig schwachen Hinrunde befindet sich das Team aber weiterhin vollends im Kampf um den Klassenerhalt, der nach Aussage von Trainer Oenning mit Sicherheit auch bis zum letzten Spieltag andauern dürfte.

Bilanz

Lediglich zwei Pflichtspiele haben die Magdeburger und die Lilien in ihrer langen Vereinshistorie gegeneinander bestritten. Die Partien, die beide in dieser Spielzeit stattfanden, konnte der SV 98 für sich entscheiden. In der ersten Pokalrunde sorgte Kempe mit einem frühen Elfmetertor in Magdeburg für das Weiterkommen. Und auch im Hinrundenspiel dieser Saison hatten die Ostdeutschen das Nachsehen. Das Spiel am Böllenfalltor endete mit einem 3:1-Erfolg für den SV 98 die ihre Weste auch im dritten Duell weiß halten wollen.