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"Nicht genug Durchschlagskraft entwickelt"

sv98.de hat die Stimmen zum 0:1 gegen den VfL Bochum zusammengefasst.

Foto: Hübner

Dirk Schuster:
Glückwunsch an Robin Dutt und den VfL. Wir wussten, dass Bochum eine spielstarke Mannschaft ist, die viel und gut Kombinationsfußball spielt. Sie arbeiten mit vielen tiefen Bällen auf Außen, das konnten wir heute mit Abstrichen gut verteidigen. Darüber hinaus konnten wir im Umschaltspiel ein paar Akzente setzten. Für mich ist es eine unnötige Niederlage, weil wir direkt vor dem 1:0 eine große Möglichkeit durch Mehlem haben. Im Gegenzug kassieren wir leider das 0:1, durch eine gute Einzelleistung. Das Tor war zu verteidigen, aber wir stoppen den Bochumer nicht auf seinem Weg. Dennoch haben wir bis zur letzten Minute alles versucht, kämpferisch und läuferisch war es ein ordentliches Auswärtsspiel von uns. Das Ergebnis fühlt sich negativ heute an, es wird nicht die angenehmste Busfahrt nach Hause. Insgesamt war es rassiges Spiel heute, geprägt von vielen Zweikämpfen, Bochum war aber die bessere Mannschaft am Ende. Der Vfl ist der nicht unverdiente Sieger. Wir haben kleine Fehler gemacht, die bestraft wurden und die wir abstellen müssen.

Robin Dutt:
Für uns war es der erwartet unangenehme Gegner. Es ist nie einfach, gegen Darmstadt zu spielen, sie machen dir in jedem Spiel das Leben schwer. Der SVD bringt gute Körperlichkeit ins Spiel und agiert mit schnellen Außen. Unser Ansatz war es heute, spielerische Lösungen zu finden gegen eine gut organisierte Mannschaft. Meine Mannschaft hat um jeden Meter gearbeitet und gekämpft, die Jungs sind unglaublich viel gelaufen heute Abend. Wir haben dennoch Glück gehabt, Darmstadt hatte auch Gelegenheiten, aber wir haben am Ende verdient gewonnen. Zum Schluss konnten wir dem Druck besser Stand halten als die letzten Wochen. Wir haben Darmstadt früh zu langen Bällen gezwungen und dann gute immer wieder Entlastung geschaffen. Ich bin sehr froh über den Sieg vor der Länderspielpause. Diese Pause ist nötig, damit unsere Verletzten zurückkommen. Heute war ein hartes Stück Arbeit für uns, aber ein knapp verdienter Sieg.

Marcel Franke:
Kurz vor dem Gegentor haben wir eine Riesenchance, wenn wir die klug ausspielen, macht Serdar das Tor und wir gewinnen hier vielleicht 1:0. So konnte Bochum die eine oder andere Welle auf unser Tor bringen. Daraus machen sie am Ende das eine entscheidende Tor. Wir haben noch alles probiert, nach vorne zu werfen, aber heute war zu wenig Durchschlagskraft drin bei uns. Hinten haben wir uns nicht clever angestellt, da müssen wir uns Gedanken machen und vielleicht mal dazwischen hauen, dass es scheppert. Heute sind wir enttäuscht, aber morgen geht's weiter. Wir sind heute auf eine richtig gute Truppe getroffen. Da war klar, dass wir erste Mal Defensivarbeit verrichten müssen. Das haben wir über weite Strecken gemacht und die Null gehalten. Insgesamt war es aber einen Tick zu wenig, Bochum war die bessere Mannschaft. Das Spiel müssen wir abhaken, unsere Serie ist gerissen, aber nach der Länderspielpause geht es weiter.

Marcel Heller:
Wenn man verliert, ist das nie schön, aber wir hatten die Großchance, hier selbst in Führung zu gehen. Danach fangen wir uns direkt das 0:1, etwas das nicht passieren darf. Der Spieler läuft 70 Meter über den Platz und wir ziehen nicht das Mittel taktisches Foul. Da müssen wir ihn einfach vorher stoppen. Mit dem Rückstand war es hier in Bochum dann natürlich schwer. Wir haben trotzdem alles versucht, die Bälle vorne rein zu kriegen. Aber wir haben genug Durchschlagskraft entwickelt heute, um zu Torchancen zu kommen. Der VfL war heute sehr stark, sehr ballsicher. Sie haben die Bälle gut verteilt und wollten alles spielerisch lösen. Sie haben viele Dreiecke gebildet und so kamen wir schwer in die Zweikämpfe. Dennoch denke ich, dass wir gut dagegen gehalten haben. Nur nach vorne kam heute zu wenig. Wir wollten die Serie so lange aufrechterhalten, leider gab es heute eine Niederlage. Das wirft uns nicht um, aber nach der Länderspielpause wird es gegen Köln nochmal schwerer als heute. Wir müssen weiter hart arbeiten im Training und das Spiel heute abhaken.