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Wir Lilien. Aus Tradition anders
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Punkte auf der Zufriedenheitsskala

Wie bereits im Vorjahr endet die Hinrunde für die Lilien mit dem Auswärtsspiel im Erzgebirge. Und mit dem Blick auf die 17. Partie der aktuellen Runde zog Dirk Schuster am Freitagmittag eine zwiegespaltene Zwischenbilanz.

Foto: Huebner/Ulrich

"Ich bin nicht zufrieden", erklärte der Cheftrainer einerseits angesichts von einer zwischenzeitlichen "Phase mit sechs Spielen ohne Sieg" und aufgrund der Tatsache, dass die Lilien an den bisherigen Spieltagen "den einen oder anderen Punkt" liegen ließen. Auf der anderen Seite zeigte sich der 50-Jährige aber auch positiv gestimmt aufgrund des "gewissen Abstandes", den sich seine Elf bislang zur gefährdeten Tabellenregion erarbeiten konnte.

"Grundstein, den wir im neuen Jahr fortführen können"

Diesen Vorsprung will der SV 98 nun beim schweren Gastspiel im Erzgebirge weiter ausbauen, um einen wichtigen Schritt in Richtung des Zieles zu machen, das Schuster in Bezug auf die ausstehenden 180 Pflichtspielminuten des Jahres ausgab: "In den verbleibenden beiden Spielen wollen wir einen Grundstein für die sorgenfreie Saison legen, den wir dann im neuen Jahr fortführen können. Möglichst mit einer Punktzahl, die vorne mit einer Zwei beginnt."

Dem erwünschten Minimum von 20 Zählern würden die Lilien bereits mit einem Unentschieden in Aue bedeutend näherkommen. Wohl wissend, dass sie mit den Veilchen ein Gegner mit breiter Brust erwartet. "Aue hat mit einer überragenden Leistung mit 5:0 in Fürth gewonnen. Nach einer kleineren Durststrecke haben sie den Turnaround hinbekommen und zuletzt sehr ordentliche Leistungen gezeigt", so Schuster anerkennend und in Erwartung einer "schwierigen Aufgabe".

Zudem wird der SV 98 erstmals seit der endgültigen Fertigstellung im umgebauten Erzgebirgsstadion auflaufen. "Das Stadion ist neu, aber die Atmosphäre hat sich nicht geändert. Die Zuschauer stehen wie eine Wand hinter der eigenen Mannschaft und schaffen eine Atmosphäre, die beide Teams beflügeln kann."

Wege gehen, Fehler ausbügeln

Für ein erfolgreiches Bestehen in dieser "hitzigen" Stimmung stellte Schuster klare Forderungen an das eigene Team: "Wir müssen bereit sein, im physischen Bereich an die Leistungsgrenze zu gehen. Wir brauchen eine hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft. Jeder muss für den anderen da sein und auch bereit sein, Wege für den Mitspieler zu gehen und Fehler auszubügeln."

Unabhängig davon sprach der gebürtige Chemnitzer von einem "gesunden Selbstvertrauen", mit dem sich die Lilien auf den Weg nach Sachsen machen und mit dem Anspruch, "unbedingt etwas mitnehmen zu wollen."

Weitere Punkte am Sonntag dürften dann auch bei Schuster für ein versöhnliches Hinrunden-Gesamtfazit sorgen und für ein gutes Gefühl, mit dem die Lilien zur abschließenden Begegnung nach Paderborn aufbrechen könnten.

In Aue kann Schuster wieder auf Aytac Sulu zurückgreifen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Fragezeichen stehen hingegen noch hinter den Einsätzen von Marcel Franke (Wade) und Slobodan Medojevic (Adduktoren), die bislang nur eingeschränkt mit der Mannschaft trainieren konnten.

Begleitet werden die Lilien nach aktuellem Stand von rund 300 Fans, vor Ort wird eine Tageskasse geöffnet sein.