Verdienter Lohn
20 Minuten waren seit dem Schlusspfiff vergangen, als Serdar Dursun wirklich realisierte, was gerade passiert war. Vier Treffer hatte der 29-Jährige an diesem Nachmittag erzielt, sein Saisontore-Konto damit auf 25 geschraubt. Und das in seinem letzten Heimspiel mit der Lilie auf der Brust. Nun brauchte Dursun etwas Zeit für sich. Alleine schritt die Nummer 19 gedankenverloren über den Rasen im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Blickte auf die leeren Tribünen, die provisorische Anzeigetafel, den blauen Himmel. Seine Tränen konnte und wollte der Torjäger zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr bekämpfen, er ließ sie einfach fließen. Als Zeichen seiner Emotionen.