Ein anderes Gesicht
Er fasst sich ins Gesicht und blickt auf seine Hand. Was Felix Platte dabei sieht? Blut, viel Blut. Denn über seinem Auge rangt ein großer Cut. Der Stürmer des SV 98, der sich in jeden Zweikampf warf, musste viel einstecken - besonders in der 57. Minute. Als der Ellenbogen eines St. Paulianers über seiner rechten Augenbraue einschlug, spürte Platte aufgrund des vielen Adrenalins den Schmerz gar nicht so sehr. "Macht da schnell irgendwas drum, habe ich zu den Physios gesagt”, erinnert sich der Stürmer. Aber das ging nicht, die Blutung war zu stark. Er musste raus - ob er wollte oder nicht. Der Schmerz schoss ihm erst im Anschluss in den Kopf, auch wenn dieser doch stark abgemildert wurde. "Ich glaube, eine 0:4-Niederlage tut deutlich mehr weh als eine Platzwunde. Deswegen bin ich sehr froh, auf Darmstädter Seite zu sein", sagt er.