Profiverträge für Herbst und Merx
Der SV 98 hat Milian Herbst und Manolo Merx mit Profiverträgen ausgestattet. Die beiden Nachwuchsspieler werden damit in der kommenden Saison dem Profikader der Lilien angehören.
Seit dem gestrigen Dienstagabend (28.5.) ist das Starterfeld für die kommende Zweitliga-Saison 2024/25 komplett. Die Lilien treffen auf spannende Gegner und für die Fans des SV 98 stehen gleich so einige interessante Auswärtsreisen auf dem Programm. Doch wo steht das größe Stadion der Liga? Und wer spielt eigentlich am längsten in der 2. Bundesliga? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Euch in dieser Meldung.
74.475 Zuschauer passen ins Berliner Olympiastadion. Hier trägt Hertha BSC seine Heimspiele seit 1963 aus – nur 1987 gab es eine einjährige Unterbrechung. Gebaut wurde das drittgrößte Stadion Deutschlands bereits 1934. Nach mehreren Veränderungen nach dem zweiten Weltkrieg wurde für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 zumindest über einigen Teilen des Stadions ein Dach installiert. Der erneute Umbau hatte ebenfalls eine Fußball-WM als Grund: 2006 krönte sich Italien hier zum Weltmeister. Zwischen 2000 und 2004 wurde das Olympiastadion dafür umgebaut, seitdem können über 74.000 Zuschauer die Spiele der Hertha verfolgen. Auch im Sommer 2024 steht das Stadion wieder im Fokus, neben dem jährlich stattfindenden DFB-Pokalfinale wird hier auch der neue Europameister gekürt.
Im kleinsten Stadion der 2. Bundesliga spielt die SV Elversberg. In der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde haben 10.000 Zuschauer Platz, mit 6.300 Stehplätzen gibt es fast doppelt so viele Steh- wie Sitzplätze. Eröffnet wurde das Stadion 1983, seit der Überholung der Flutlichtanlagen können seit 2013 auch wieder Abendspiele ausgetragen werden, dies war für die SVE vor allem im Bezug auf Lizenzen für die 3. und 2. Liga wichtig. Das letzte Spiel der Lilien an der Kaiserlinde war übrigens auch ein Abendspiel – am Freitag, den 20.12.2013 gewann die Mannschaft des damaligen Trainers Dirk Schuster 3:0 im Saarland.
Die Heimspielstätte der Hertha ist nicht nur die größte der 2. Bundesliga, sondern für die Mannschaft und Fans des SVD auch die am weitesten entfernteste. Mit 572 Kilometern wird das Gastspiel der Lilien im Olympiastadion das längste Auswärtsspiel der Saison werden. Vor allem die vorletzte Reise zur Hertha ist einigen Fans der 98er sicherlich noch im Kopf, am 33. Spieltag der Saison 2015/16 fuhr der SVD einen 2:1-Auswärtssieg ein und sicherte sich damit den Bundesliga-Klassenverbleib.
In der kommenden Saison geht es wieder auf den Betzenberg zum 1. FC Kaiserslautern. Mit 104 Kilometern wird dieses Spiel die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison sein – zum großen Rivalen der Lauterer, dem KSC, sind es drei Kilometer mehr vom Böllenfalltor aus. Den ersten Sportplatz gab es auf dem Betzenberg bereits 1920, in den 30ern fasste das Stadion schon 18.000 Zuschauer. Das heutige Fritz-Walter-Stadion war einer der Austragungsorte der Weltmeisterschaft 2006, zudem wurde hier das EM-Finale der Frauen 1995 gespielt. Die Lilien waren zuletzt im September 2022 auf dem Betze zu Gast, nach einer furiosen Partie gab es durch den Ausgleichtreffer von Aaron Seydel in der ersten Minute der Nachspielzeit noch ein 3:3-Unentschieden.
Der SC Preußen Münster ist zurück in der 2. Fußball-Bundesliga! Nach ihrem 2:0-Heimerfolg gegen die SpVgg Unterhaching am 38. Spieltag der 3. Liga ist Münster wieder Zweitligist. So konnten die Münsteraner sich das letzte Mal 1991 nennen, danach spielte man nur noch dritt- oder sogar viertklassig. Das Team von Trainer Sascha Hildmann hat dabei etwas Besonderes geschafft: Nachdem Aufstieg von der Regionalliga in die 3. Liga gelang nun der direkte Durchmarsch. Ein Durchmarsch? Der gelang nicht nur Preußen Münster sondern auch dem Mitaufsteiger vom SSV Ulm. Nach zuvor 22 Jahren Profifußball-Abstinenz stieg Ulm im vergangenen Sommer aus der Regionalliga in die 3. Liga und nun ins deutsche Fußball-Unterhaus auf. Dort spielten die „Spatzen“ zuletzt in der Saison 2000/01. Der dritte Aufsteiger in diesem Jahr kommt derweil aus Regensburg. Nach nur einem Jahr in der Drittklassigkeit stieg der SSV Jahn über die Relegation (2:2 und 2:1 gegen Wehen Wiesbaden) direkt wieder auf.
Durch den Aufstieg von Holstein Kiel und dem FC St. Pauli gibt es einen neuen Dino in der zweiten Bundesliga: Den Hamburger SV. Die Rothosen spielen seit der Saison 2018/19 in der zweiten Liga, gehen damit jetzt in ihre siebte Saison. Kein anderer Klub ist aktuell länger ununterbrochen im deutschen Fußball-Unterhaus aktiv. Besonders bitter: Der HSV schloss die Liga nie schlechter als Platz vier ab und verpasste den Aufstieg stets knapp. Zweimal scheiterten die Hamburger in der Relegation, dazu gab es vier vierte Plätze in der Tabelle.
Die SpVgg Greuther Fürth wird in ihre insgesamt 35. Saison in der 2. Bundesliga gehen. Damit stehen die Franken an der Spitze. Kein anderes Team absolvierte mehr Spielzeiten im deutschen Fußball-Unterhaus. Unter den amtierenden Zweitligisten steht Hannover 96 auf Platz zwei, die Niedersachsen gehen in ihre 29. Zweitliga-Saison. Von 1997 bis 2012 spielte Fürth übrigens ununterbrochen in der 2. Liga, dann ging es für ein Jahr in die Bundesliga, anschließend folgten wieder acht Saisons in der Zweitklassigkeit.
Ihre Premierensaison 2023/24 haben die Elversberger auf einem starken elften Tabellenplatz abgeschlossen, teilweise schnupperte der SVE sogar am ersten Tabellendrittel. Nachdem den Saarländern 2022 der Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga geglückt war, stieg Elversberg im vergangenen Sommer sogar erstmals in die 2. Bundesliga auf. Und der Mittelfeldplatz in der Premierensaison hat gezeigt: Es soll nicht nur bei einer Saison bleiben.