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17.04.2022 / Allgemein

„Blick bleibt trotz des 2:5 nach vorne gerichtet“

Nein, es sollte nicht sein. Die Lilien unterliegen dem FC Schalke 04 mit 2:5. In einer wilden sowie tempo- und torreichen ersten Halbzeit gingen die Gäste aufgrund ihrer maximaler Effizienz mit 3:2 in die Pause. Und die Schalker Kaltschnäuzigkeit setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Den Darmstädtern gelang es dagegen nicht, noch einmal zurückzukommen. Dementsprechend enttäuscht über den Spielausgang, aber auch beeindruckt von der frenetischen Unterstützung der Lilien-Fans zeigten sich die blau-weißen Protagonisten nach Abpfiff an den Mikrofonen. sv98.de fasst alle Stimmen zum Spiel zusammen.

Foto: dcfotos

Torsten Lieberknecht:
„Glückwunsch zum Sieg an Schalke 04. Zudem wünsche ich Danny Latza gute Besserung. Es zeichnet uns zunächst einmal aus, dass wir jedem Gegner unseren Respekt zollen. Nach dem 2:5 ist es mir enorm wichtig zu erwähnen, dass die Lilien und die Fans leben. Im Namen meiner Mannschaft ein extrem großes Dankeschön für diese Stimmung. Da war enorm viel Emotionalität drin. Es war ein gigantisches Erlebnis heute im Stadion. Die Fans haben unsere Leistung und den unglücklichen Spielverlauf honoriert. Diese Gemeinsamkeit zwischen Fans und Mannschaft ist heute am meisten wert. Und ich bin massiv stolz, dass ich Trainer der Lilien bin. Zum Spiel: In der ersten Halbzeit haben wir zu Beginn eine unglaubliche Leistung gezeigt und sind verdient in Führung gegangen. Beim 1:1 hätte die Szene zuvor begutachtet werden müssen, weil diesem ein eindeutiges Foulspiel vorausging. Auch nach dem 1:2 haben wir die richtige Antwort geben können. Doch insgesamt war es ein unglücklicher Spielverlauf, hinzukamen effiziente Schalker. Wir haben versucht, uns mit viel Herz und Engagement gegen die Niederlage zu stimmen. Unser Blick bleibt trotz des 2:5 nach vorne gerichtet. Wir werden uns schütteln und dann weiter stabil bleiben.“

Mike Büskens:
„Es war das erwartet intensive Spiel, in dem es viel um Körperlichkeit ging und darum, immer wach zu sein. Wir sind allerdings nicht so in die Partie gekommen und haben viele Bälle von außen zugelassen. Wir haben dem Gegner die Möglichkeiten gegeben, die es braucht, um erfolgreich zu sein. Doch nach der Darmstädter Führung hat die Mannschaft gut reagiert, immer an sich geglaubt und das Spiel angenommen. Zudem waren wir sehr effizient vor dem Tor. Dementsprechend sind wir alle zufrieden. Wir nehmen die drei Punkte gerne mit und konnten unseren Vorsprung ausbauen, wissen aber auch, dass wir noch nichts erreicht haben.

Phillip Tietz:
„Das Ergebnis ist ein wenig zu hoch ausgefallen. Schalke war extrem effektiv. Sie hatten nicht viele Chancen, haben dafür aber jede einzelne genutzt. Das haben wir leider nicht geschafft und so kommt schlussendlich ein 2:5 zustande. Trotzdem haben wir eine super erste Halbzeit gespielt, an die wir nächsten Samstag anknüpfen wollen. Es wäre totaler Quatsch, jetzt einen Buhmann zu suchen oder der Defensive etwas anzukreiden, es sind immer alle elf Spieler verantwortlich. Schalke macht es aktuell sehr gut, sie stehen zurecht an der Tabellenspitze, aber ich kann auch beide Hände dafür ins Feuer legen, dass wir bis zum letzten Spieltag alles geben werden. Die Reaktion der Zuschauer nach Abpfiff war der Hammer. Jeder sieht, dass das einfach geile Fans sind. Mehr muss ich dazu gar nicht sagen.“

Fabian Holland:
„Vor dem 1:1 hatte ich auf jeden Fall das Gefühl, dass es ein klares Foul gegen mich war. Es ist natürlich bitter, dass dann ein Tor daraus entsteht. Es ist schon schwer verständlich, dass es nicht zumindest kontrolliert worden ist. Insgesamt haben wir über die 90 Minuten viel investiert, leider hat Schalke wieder gezeigt, dass sie nicht viele Chancen brauchen. In diesen Situationen müssen wir natürlich präsenter sein und es besser verteidigen. Wir haben nicht viel mehr Chancen zugelassen, aber es spricht auch nicht für uns, wenn daraus fünf Tore entstehen. Wir haben nicht den Fuß vor den Ball bekommen oder waren einen Schritt zu spät, dann gibt es gegen so einen Gegner auf die Schnauze. Wir werden das Spiel jetzt analysieren und die Köpfe wieder hoch nehmen. Wir sind mental stark genug und können mit Rückschlägen umgehen. Und nächsten Samstag haben wir wieder ein super Spiel vor der Brust.“

Zu den Fans:
„Die Reaktion der Fans nach dem Spiel war ein Gänsehautmoment. Das hat uns direkt wieder ein wenig aufgebaut. Die Fans haben gesehen, dass wir 90 Minuten lang Gas gegeben haben, es gibt uns eine Menge Kraft, dass sie das so honoriert haben.“

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