Nicht nur die Profis, sondern auch die Nachwuchsteams des SV Darmstadt 98 stehen vor dem Start in die neue Saison. Sowohl für die U21 als auch für die U19 geht es am kommenden Wochenende wieder voll zur Sache. Dabei startet die U21 am Samstag (2.8./14 Uhr) auswärts gegen Türk Gücü Friedberg in die neue Hessenliga-Saison. Die U19 bestreitet ebenfalls am Samstag (2.8./11 Uhr) ihr erstes Heimspiel in der DFB-Nachwuchsliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Für die U17 steht zur selben Zeit ein Testspiel gegen den SV Waldhof Mannheim an – der Ligabetrieb der DFB-Nachwuchsliga U17 beginnt erst Ende August. Im Vorfeld der neuen Saison hat sv98.de mit Björn Müller, dem Sportlichen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, über die Vorbereitung und strategische Ausrichtung der U17 und U19 gesprochen.
Müller betont, dass das neue Ligaformat selbst nur wenig Einfluss auf die Sommerplanung hatte. „Das Format der Liga führt im Grunde nicht dazu, dass wir etwas anpassen müssten. Unser eigener Anspruch jedoch schon“, erklärt er. Man ziehe aus jeder Saison seine Schlüsse, entwickle sich weiter und begleite die Spieler zunehmend individueller. Dieser Weg sei in stetiger Entwicklung, funktioniere aber immer besser.
Eine wichtige Lehre aus der vergangenen Saison betrifft die Kaderzusammenstellung. „Da wir das Konzept mit unserer neuen U21 in der letzten Saison recht spät finalisieren konnten, war die Kaderplanung in den Teams U17, U19 und U21 schon hart an der Grenze des Machbaren. Es war herausragend, was die Trainerteams und Scouts da geleistet haben“, sagt Müller. Inzwischen habe man mehr Vorlauf gehabt und mit den Erfahrungen der Vorsaison nachjustiert – etwa durch ein ausgewogeneres Verhältnis von Alt- und Jungjahrgängen, um den Teams mehr Stabilität zu geben.
Besonders reizvoll sei aus Sicht Müllers die Ligagruppe der U17. „Die Gruppe ist sportlich sehr hochwertig – mit vielen Traditionsvereinen und spannenden Derbys“, so der Sportliche NLZ-Leiter. Vor allem das Spiel gegen Eintracht Frankfurt werde für viele etwas Besonderes sein – ein emotionales Duell und echtes Highlight für die Jungs. Aber auch die Partien gegen Mainz oder den FCK versprechen viel. Die U19 trifft zum Auftakt auf die TSG Hoffenheim und reist im DFB-Pokal zum Berliner AK. „Wichtig ist, dass wir uns in den Spielen mutig präsentieren – denn wir wollen natürlich positive Ergebnisse erzielen“, betont Müller.
Auch in der Spielidee zeigt sich eine klare Linie: „Wir wollen aktiv Fußball spielen, mit klaren Aufgaben in den einzelnen Positionen, schnellem Umschalten und hoher Dynamik.“ Gleichzeitig werde viel Wert auf die athletische und persönliche Entwicklung gelegt. Kommunikation und Verantwortung auf dem Platz seien gezielt gestärkt worden, zudem erweitere man das Angebot an individualisiertem Training. „Unser Ziel ist es, die Spieler ganzheitlich auf die Anforderungen des modernen Profifußballs vorzubereiten.“