„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Keine Punkte für den SV Darmstadt 98 im Fritz-Walter-Stadion. Die Lilien unterlagen auswärts beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:3 und kassierten somit ihre erste Saisonniederlage. Dabei führten die Darmstädter zwischenzeitlich mit 1:0, mussten kurz vor Schluss aber drei entscheidende Gegentreffer hinnehmen. Dementsprechend enttäuscht zeigten sich die Blau-Weißen nach Abpfiff an den Mikrofonen. Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengetragen.
„Glückwunsch an Torsten und den FCK zum Sieg. Das Spiel lief extrem lange genau so, wie wir es wollten. Wir wollten kein hektisches Spiel – auch auf Kosten dessen, dass es vielleicht auch mal nicht so viele Tempoaktionen gibt. Wir wollten die Struktur halten und uns aus der Struktur heraus Chancen erspielen. In der ersten Halbzeit hatten wir die Top-Chance von Mey, die er machen muss. Danach noch den Nachschuss von Isac. Insgesamt waren wir bis zur 84. Minute richtig stark. Aus unserer Struktur heraus haben wir uns immer wieder Torchancen erspielt. Danach aber hat sich der FCK den Sieg verdient. Wir haben das getan, was wir unbedingt vermeiden wollten: Wir haben das Spiel hektisch werden lassen und sind nicht in unserer Struktur geblieben. Daher nehmen wir zwei Dinge mit: Wir waren 80 Minuten die kontrollierende und bessere Mannschaft. Trotzdem haben wir immer noch Phasen in unserem Spiel, in denen wir nicht erwachsen genug sind.“
„Vielen Dank für die Glückwünsche, Flo. Darmstadt kam ungeschlagenen zu uns. Das hat man auch während des Spiels gesehen. Für uns ging es darum, die Körperlichkeit und Athletik des Gegners zu verteidigen. In der ersten Halbzeit habe ich gute Möglichkeiten von uns gesehen. Es war aber insgesamt im ersten Durchgang ein eher taktisch geprägtes Spiel. Beide Mannschaften waren bemüht, ihre offensive und defensive Struktur aufrechtzuerhalten. In der zweiten Halbzeit mussten wir nach dem 0:1 der Darmstädter noch zwei, drei Abschlüsse von ihnen überstehen. Mit dem Moment des 1:1 konnten wir nochmal richtig nachlegen. Wir hatten viele Tempoläufe, sind viel gelaufen und haben das Spiel auch aufgrund unserer Athletik sowie unserer Einwechselspieler entschieden. Insgesamt ist es für uns ein wichtiger Sieg. Wir sind sehr glücklich, dass wir 3:1 gewonnen haben.“
„Die Niederlage tut sehr weh. Es war ein schweres Spiel, das wir bis zur 80. Minute aber im Griff hatten. Danach spielen wir es – positiv ausgedrückt – sehr, sehr dumm. Die erste Halbzeit war sehr intensiv, es ging viel in beide Richtungen. Ich glaube aber, dass wir in der zweiten Halbzeit verdient in Führung gegangen sind. Bis zum 1:0 haben wir nach vorne gespielt und hatten eine gute Restverteidigung, danach fehlte einfach die Cleverness. Mit der Wucht des Stadion wurde es nach dem 1:1 natürlich schwierig, weil dann die Fans kamen. Wir müssen die Niederlage jetzt aufarbeiten – vielleicht wird das Spiel als kleiner Reminder für den Laufe der Saison noch wichtig. Wir haben sieben Punkte und versuchen in der Länderspielpause den Kopf nach den anstrengenden letzten Wochen freizukriegen. Und dann geht es in zwei Wochen weiter.“
„Wir hatten gegen Lautern lange alles im Griff. Durch das 1:1, bei dem wir leider vollkommen die Ordnung verlieren, bringen wir das Stadion zum Kochen – dann werden solche Spiele auf dem Betze möglich. Ich glaube, dass wir das heute insgesamt sehr sauber verteidigt haben – das Stadion war sehr ruhig. Das war eine unnötige Niederlage gegen eine Mannschaft, die uns unterlegen war. Heute hat das Stadion nach meinem Empfinden das Spiel gewonnen. Wir werden uns das Spiel anschauen und analysieren.“