„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Wir haben Paul Fernie im Trainingslager zum Interview getroffen. In Bad Wörishofen sprach unser Sportdirektor unter anderem über die Bedingungen vor Ort, die Hierarchie in der Mannschaft und den Stand bei der Kaderplanung. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. Das komplette Interview im Video findet Ihr hier ebenfalls.
Ich bin sehr happy. Wir sind zum ersten Mal in Bad Wörishofen. Es gibt immer drei Sachen, die entscheidend sind für uns: Platzqualität, Regenerationsmöglichkeiten im Hotel und das Essen. Damit bestmöglich trainiert und regeneriert werden kann. Alle drei Säulen werden hier auf jeden Fall erfüllt.
In der Vorbereitung wird immer die Basis im Fitnessbereich gelegt. Das gilt verstärkt für die ersten Wochen, wird aber auch hier im Trainingslager weiter fortgesetzt. Der erste Schwerpunkt ist also Intensität und Robustheit, um auch eine Verletzungsresistenz für die Saison zu schaffen. Dazu bietet die Woche optimale Möglichkeiten, um unsere Spielidee weiter zu entwickeln und bestimmte Muster zu festigen. Dazu kommen viele Videoinhalte, die ähnlich wichtig wie die Einheiten auf dem Platz sind. Eine große Bedeutung hat auch das ständige Zusammensein. Man darf nicht unterschätzen, wie wichtig es ist, diesen Spirit aufzubauen und eine Verbindung zu schaffen.
Über die vergangenen zwölf Monate hat sich etwas entwickelt. In der vergangenen Saison wurde in den Medien häufiger die Frage nach Leadern und Führungsspielern in unserer Mannschaft gestellt. Meiner Meinung nach gibt es den altmodischen Typ Leader, der ständig schreit und alle anführt, nur noch selten. Wir legen viel Wert auf Persönlichkeitsentwicklung. Wir wollen den Spielern, die wir haben, Verantwortung geben und dann sehen wir, wer diese Verantwortung annehmen möchte. Allmählich entwickelt sich eine Achse in der Mannschaft und ich freue mich sehr, diese Fortschritte zu sehen.
Es ist wichtig, die richtige Mischung zwischen Fokus, Performance und Freude zu finden. Und ich sehe eine Mannschaft, die sehr fokussiert und professionell arbeitet, bei der aber auch immer Spaß und Freude dabei sind. Und das ist brutal wichtig. Wir hatten vergangene Saison einen Umbruch, nun ging es um Feintuning. Und alle Neuzugänge haben sich sehr gut integriert, die Mannschaft macht es ihnen in dieser Hinsicht auch sehr leicht.
Wir sind schon relativ weit und ich bin sehr zufrieden mit den Dingen, die wir bislang umgesetzt haben. Das Ziel ist es immer, dass der Kader beim Saisonstart weitestgehend fertig ist. An diesem Punkt sind wir, aber natürlich ist das Transferfenster noch lange geöffnet und ich habe keine Glaskugel, um genau zu wissen, was noch passieren könnte.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass die beiden jetzt im Trainingslager sind und direkt einen Crashkurs Darmstadt 98 bekommen. Bartosz hat einen super Abschluss und ist kopfballstark. Wir hatten keine unbedingte Not auf der Mittelstürmerposition, aber es gibt immer wieder Situationen, in denen man die Entscheidung treffen muss, ob uns ein Spieler weiterhelfen könnte. Und das ist bei Bartosz der Fall. Hiroki ist sehr ballsicher, ein Ballmagnet. Er ist pressingresistent und sorgt für eine gewisse Spielkontrolle. Für ihn ist es natürlich eine Herausforderung: Ein neuer Verein, ein neues Land. Aber damit haben wir zuletzt schon gute Erfahrungen gemacht.
Ich bin bereit. Seit die Spiele terminiert wurden, hatten wir den ersten Spieltag gegen Bochum als Ziel vor Augen. Es gibt nichts besseres, als das erste Spiel am Bölle vor unseren Fans austragen zu dürfen.