„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Vor dem nächsten Flutlichtspiel im Merck-Stadion am Böllenfalltor spricht Florian Kohfeldt über seine Nationalspieler, über Greuther Fürths Entwicklung und über die zurückliegende Länderspielpause. Am Samstag (22.11./20.30 Uhr) empfängt der SV Darmstadt 98 die Spielvereinigung Greuther Fürth. Wir haben die wichtigsten Informationen aus der Pressekonferenz vor dem Spiel für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Matej Maglica ist fraglich mit der Oberschenkelverletzung aus dem Hannover-Spiel. Fabian Nürnberger ist zurück im Mannschaftstraining und ein Kaderkandidat.
Wir haben in der ersten Woche viel Fußball trainiert, weil wir uns dazu entschieden haben, kein Freundschaftsspiel zu machen. Wir haben letzte Woche insbesondere am Donnerstag eine Top-Einheit gehabt, was momentan den Spirit der Mannschaft zeigt. Es wird am Limit trainiert, egal ob am Wochenende ein Spiel ist oder nicht. Die Spieler haben dann am Wochenende freigehabt. Das Trainerteam hatte auch frei, hat die Zeit aber auch genutzt, um das Wintertrainingslager, Laufpläne usw. vorzubereiten. Diese Woche haben wir sehr konzentriert gearbeitet. Die ersten zwei Tage sehr physisch und wir beginnen heute mit der taktischen Vorbereitung auf Fürth.
Fabian Nürnberger ist ein voller Kaderkandidat und hat super trainiert. Er hatte keine Rückschläge in der Reha. Ob er ein Startelfkandidat ist, würde ich nicht ausschließen, aber Fabian Holland hat das in den letzten Wochen sehr gut gemacht.
Matej Maglica ist weiterhin fraglich. Wir werden es morgen im Abschlusstraining probieren und dann entscheiden. Entweder wird es Fürth oder Elversberg, aber länger wird es bei ihm nicht dauern.
Isac Lidberg hat erstmals für die Schweden durchgespielt und sich langsam in dem Kreis etabliert, trotz dieser Auswahl an Topstürmern, die Schweden hat. Ihm geht es sehr gut und wir sehen das auch so nach den ersten Untersuchungen. Dementsprechend wird er gegen Fürth beginnen.
Djanga kommt morgen früh erst wieder. Das geht leider nicht anders. Dementsprechend wird er sehr unwahrscheinlich ein Kandidat für das Spiel sein, weil er erst knapp 24 Stunden vor dem Spiel ankommt. Das ist das Thema mit Nationalspielern aus Übersee. Darüber wollen wir aber nicht klagen, das haben andere Vereine auch.
Über seine Entwicklung kann ich nur positiv reden. Hiro war von Tag eins an ballsicher und extrem spielintelligent. Er hat sich in rasender Geschwindigkeit in die Mannschaft integriert, ohne die Möglichkeit zu haben, natürlich über Sprache zu kommunizieren. Er ist ein sehr offener und wissbegieriger Typ. Er schafft es immer mehr, die physische Komponente, die du in Deutschland brauchst, mit seiner spielerischen zu verknüpfen. Das ist eine außergewöhnliche Entwicklung. Er ist zum absoluten Stammspieler in sehr kurzer Zeit gereift.
Wir freuen uns darüber. Es ist etwas Besonderes, Samstagabend zu spielen. Das ist das einzige Spiel im deutschen Profifußball, das zu der Zeit stattfindet. Ob das mit einer gestiegenen Wertigkeit zu tun hat, weiß ich nicht. Wir steigen mit ganz viel Freude Samstagsabends in den Bus und fahren zum Böllenfalltor. Wir finden das cool, diese Atmosphäre gefällt uns. Mit Schalke im Pokal und dann Karlsruhe in zwei Wochen, ist es das vierte Heimspiel am Abend nacheinander. Da kann man sich dran gewöhnen, das macht Spaß.
Das ist eine Mannschaft, die in die Saison gegangen ist und aus einer klaren Systematik gespielt ist. Dabei haben sie unglaublich spektakuläre Spiele abgeliefert. Zum Ende dieser ersten Phase hin, haben sie die Stabilität nicht mehr halten können und mussten teilweise deutliche Niederlagen einstecken. Dann haben sie die Systematik umgestellt. Sie haben in den vergangenen Partien Dreierkette gespielt und gestalten die Spiele nun mit deutlich besseren Ergebnissen. Sie haben jetzt gegen Münster sehr spät, aber verdient gewonnen.
Sie haben eine Art und Weise, die nach vorne verteidigt und schnell ins Mann-gegen-Mann kommt. Offensiv haben sie auch viel individuelle Qualität in ihren Reihen. Sie kommen viel über direkte und schnelle Tiefe. Da haben sie mit Futkeu, Hrgota und Klaus mindestens drei Spieler, die alleine ein Spiel entscheiden können. Demnach sind sie schwer zu greifen. Die Kurve zeigt aber klar nach oben.
Ich erwarte schon, dass wir mehr den Ball haben werden, aber ich habe großen Respekt vor der individuellen Qualität. Ich glaube, dass Thomas Kleine die richtigen Schlüsse aus den Spielen gezogen hat. Wir sind sehr gewarnt und haben großen Respekt.