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24.07.2021 / Allgemein

„Gegentore zu billig“ – „Gutes Gespür der Fans“

Die Lilien haben alles reingeworfen, sie haben gekämpft und Leidenschaft an den Tag gelegt - trotz eines dezimierten Kaders. Die Punkte zum Saisonstart aber steckten sich die Gäste vom SSV Jahn Regensburg in die Tasche. Dementsprechend unzufrieden mit dem Ausgang des Spiels, aber auch glücklich über die Rückkehr der Lilienfans zeigten sich die blau-weißen Protagonisten im Nachhinein an den Mikrofonen. sv98.de hat alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.

Foto: Holtzem

Mersad Selimbegovic:
„Es war sehr schön, wieder vor Zuschauern zu spielen. Unsere Nervosität bei diesem Auswärtsspiel vor Fans war spürbar, die Stimmung war richtig gut. Wir haben in der Anfangsphase grobe Fehler gemacht, die aber nicht bestraft wurden. Wir hatten im Anschluss gute Umschaltszenen. In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt und die Räume besser zugelaufen als noch in der ersten Hälfte. Bis zum Abpfiff haben wir dann keine großen Chancen mehr zugelassen. Nach dem 2:0 hat Darmstadt aufgemacht, wir waren aber nicht reif genug, die Räume zu nutzen. Insgesamt war es heute keine Kunst, sondern großer Kampf. Wir sind zufrieden mit den drei Punkten, mit unserer Leistung dagegen phasenweise nicht so ganz.“

Torsten Lieberknecht:
„Wir haben uns für eine starke Anfangsphase nicht belohnt. Bis zum 0:1 hatten wir in unserem Spiel, in den Umschaltaktionen und im Anlaufverhalten ein gutes Gefühl, mit dem Pfostenschuss von Erich Berko aber keinen glücklichen Moment. Wir haben es verpasst, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Aufgrund der Personalsituation wussten wir, dass es auf Dauer ein schwieriges Spiel werden wird. Das 0:1 war für uns dann ein kurzer Schockmoment, wobei wir gegen Ende der erste Halbzeit eine ordentliche Reaktion gezeigt haben. Nach der Pause haben wir umgestellt. Wir sind aber nicht mehr so klar in unserer Struktur gewesen. Mit dem 0:2 wurde es schließlich ganz schwierig. Von mir gibt es keinen Vorwurf an die Mannschaft. Wir wissen, wie schwierig die Herausforderung heute war und wie schwierig sie in den kommenden Wochen sein wird.“

Zu den Fans:
„Was heute sehr gutgetan hat, war die Unterstützung der Lilienfans – vor, während und nach dem Spiel. Es war wirklich beeindruckend, mit welchem Gespür sie unsere schwierige Situation richtig eingeschätzt haben. Sie haben damit der Mannschaft ein gutes Gefühl für die Woche und die anstehenden Aufgaben gegeben.“

Fabian Holland:
„Wir sind wirklich gut in die Partie gekommen, hatten direkt unsere Chancen, das hatte natürlich auch mit dem Publikum zu tun. Da merkt man sofort, dass sie uns direkt wieder einen Push gegeben haben. Das Gegentor ist dann bitter und wäre sicherlich zu verhindern gewesen. Danach haben wir es nicht mehr so geschafft, uns große Chancen zu erspielen. Natürlich haben uns einige wichtige Spieler gefehlt, trotzdem hatten wir eine Menge Qualität auf dem Platz. Wir wollten den Sieg unbedingt, haben aber leider die entscheidenden Szenen in beiden Strafräumen nicht für uns entschieden.“

Zu den Fans:
„Wir haben schon beim Aufwärmen gemerkt, was ein paar Tausend Zuschauer ausmachen. Da hatte jeder Spieler Gänsehaut, bevor überhaupt der Anpfiff ertönt ist. Es tut unheimlich gut, dass die Fans wieder da sind. Und die Runde nach Abpfiff hat gezeigt, was Darmstadt 98 ausmacht. Die Fans wollen, dass wir einhundert Prozent geben und dagegenhalten. Deshalb waren auch die Reaktionen nach Spielende positiv, obwohl das Ergebnis nicht so ausgefallen ist, wie wir es uns vorgestellt hatten und wir den Fans natürlich gerne einen Sieg geschenkt hätten.“

Jannik Müller:
„Für mich persönlich ist es bitter, mein erstes Pflichtspiel mit den Lilien verloren zu haben. Wir sind gut in das Spiel gekommen, hatten beim Pfostenschuss die große Chance auf das 1:0, leider wollte der Ball nicht rein. Nach den 20 Minuten haben wir dann Probleme bekommen, die zweiten Bälle waren nicht mehr bei uns und Regensburg hat immer wieder gut umgeschaltet. Zudem hat der Schiedsrichter viele 50:50-Entscheidungen gegen uns getroffen, auch, wenn es daran schlussendlich nicht lag. Die Gegentore sind zu billig, beide entstehen aus Einwürfen heraus. Daran müssen wir arbeiten, das hat heute leider das Spiel entschieden. Wir haben auch nach dem 0:2 versucht, weiterhin nach vorne zu spielen, leider sollte es nicht sein.“

Zu den Fans:
„Die Atmosphäre war super, da kann man den Fans nur ein großes Kompliment aussprechen. Es hat sich nach viel mehr Leuten angehört und angefühlt.“

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