„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Ein hartes Stück an Arbeit, ein guter Punktgewinn. Die Lilien blieben auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und sammelten mit dem 1:1 bei Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel ihren bereits 17 Saisonzähler. Was sagen die Darmstädter Protagonisten zum Unentschieden im Holstein-Stadion? Wie ordnen beiden Cheftrainer die Partie ein? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengetragen.
„Wir haben uns diesen Punkt heute hart erkämpft. Es war ein intensives und durchaus hochklassiges Zweitliga-Spiel. Kiel war die stärkste Mannschaft, gegen die wir bislang in dieser Saison gespielt haben – gerade was Organisation und individuelle Qualität angeht. Ich muss meinen Gegenüber loben, Kiel hat es extrem gut gemacht heute. Für uns lief bereits das Abschlusstraining mit der Verletzung von Kai Klefisch und die ersten Minuten heute mit der Verletzung von Fabian Nürnberger sehr schlecht. Wir hatten Glück, dass wir zu Beginn des Spiels nicht in Rückstand geraten. Nach und nach haben wir uns dann stabilisiert, bekamen auch ein paar Ballbesitzphasen und unsere Chancen bis zur Halbzeit. Die zweite Hälfte begann ausgeglichen. Aus dem Nichts schießt Isac Lidberg dann ein Top-Tor. Danach wurden wir ein wenig zu passiv. Wir haben nur einmal losgelassen auf dem Flügel, sodass der Querpass vor dem Traumtor zum 1:1 möglich war. Insgesamt war es ein Mentalitätsspiel für uns.“
„Es war eine klare Leistungssteigerung zum Elversberg-Spiel. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, hatten die gute Chance durch Skrzybski und auch durch Bernhardsson. Wir waren sehr zufrieden mit der ersten Halbzeit, wir waren dominant und defensiv stabil. Nur das Tor hat gefehlt. Beim Gegentor verteidigen wir dann nicht gut, sind dann aber dran geblieben und haben das schöne Tor zum Ausgleich gemacht. Trotz des Punkts gegen eine Top-Mannschaft sind wir unzufrieden, weil für uns mehr drin gewesen wäre.“
„Wir sind jetzt seit vier Partien ungeschlagen, daher ist es ein guter Punkt. Kiel ist ein wirklich gutes Team. Wir wussten bereits vor dem Spiel, dass sie ein sehr guter Gegner mit viel Qualität sind. Niemand hatte erwartet, dass wir hier hoch gewinnen. Deshalb sollten wir glücklich mit dem Remis sein. In der Defensive hätten wir heute natürlich noch besser stehen können. Kiel hatte in paar gute Chancen, Schuh hat aber auch fantastisch gehalten heute. Und vorne haben wir eben jemanden wie Isac Lidberg. Er kann mit seiner Qualität immer aus dem Nichts ein Tor machen.“
„Nach unserer Führung empfand ich Kiel schon als druckvoll, der Ausgleich fällt dann durch ein Traumtor. Aber wir haben in solchen Momenten aus der Vergangenheit gelernt, sind ruhig geblieben und haben am Ende noch einen Punkt geholt. Das war auch wirklich das Erfreulichste für mich heute: die Reaktion nach dem Gegentor. Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Kaiserslautern sind wir nicht auseinander gefallen, sondern ruhig und stabil geblieben. Statt wild zu werden, haben wir umgestellt. Insgesamt war es ein gerechtes Unentschieden.“
„Wir haben heute gegen ein sehr gutes Team und einen wirklich starken Gegner gespielt. Daher ist das 1:1 ein faires Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein sollten. Ich bin sehr glücklich, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte, hier heute einen Punkt mitzunehmen.“