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Brief an die Becherwerfer von der Gegengerade

Fans

Aufgrund eines geworfenen Bechers im Rahmen des Heimspiels gegen Erzgebirge Aue wendet sich der SV 98 mit einem offenen Brief an seine Fans.

Foto: Holtzem

Gude Ihr beiden,

beim Freitagsspiel gegen Aue standet Ihr im Block G2 auf der Gegengerade. Kurz vor dem Ende des Spiels wart Ihr offenbar mächtig sauer auf den Schiedsrichter. Das kommt vor, der Fußball lebt von Emotionen. Auch wir regen uns manchmal richtig auf, da fliegen auch mal verbal die Fetzen. Was aber gar nicht geht, ist mit Gegenständen um sich zu werfen. Behaltet doch bitte Eure beiden Bierbecher bei Euch! Weil Ihr die in Richtung Schiri geworfen habt, haben wir jetzt Ärger an der Backe. 500,- Euro je Becher wird das Sportgericht von uns verlangen. Wenn Ihr jemanden trefft, oder sich gar jemand verletzt, wird das alles noch viel schlimmer – und dann sind derartige Vorkommnisse auch von der finanziellen Tragweite her schnell anders zu bemessen. Und wenn das öfter vorkommt, haben am Ende alle Lilienfans auf der Gegengerade ein Fangnetz vor der Nase. Ihr seid mittlerweile eben viel näher am Spielfeld – das bringt auch Verantwortung mit sich!

Und insbesondere dieser Tage gilt zu unterstreichen: Schiedsrichter sind auch nur Menschen. Sie machen genauso Fehler, wie Ihr es in diesem Moment getan habt. Größe zeigt allerdings, wer für seine Fehler geradesteht. Das sieht sogar das Sportgericht so und reduziert die Strafe erheblich, wenn sich ein Verursacher freiwillig meldet.

Wir stehen auch auf „gerade heraus“ und würden die Videoaufnahmen lieber im Keller einmotten, anstatt nach zwei jungen Kerlen, wahlweise mit leichtem Bart und Cap oder Lilienschal, Brille und Snapback zu suchen. Unser Angebot: Spart uns die Arbeit, spart Euch den Verfolgungswahn bei den nächsten Spielen, meldet Euch bei uns unter fanbeauftragter@sv98.de und wir finden eine für alle gangbare Lösung.

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