„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Wie blickt Florian Kohfeldt auf die aktuelle Woche? Wie trainiert man überhaupt zwischen so vielen Spielen binnen weniger Tag? Und auf was für einen Gegner treffen die Lilien? Vor dem Heimspiel am Samstagabend (1.11./20.30 Uhr) gegen Arminia Bielefeld beantwortete der Cheftrainer des SV 98 diese und weitere Fragen. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Fabian Nürnberger und Alexander Brunst fallen für die Partie gegen Bielefeld aus. Alle anderen Spieler sind einsatzfähig.
Wir haben am Mittwoch gezeigt, dass wir in der Lage sind, sehr ordentlichen Fußball zu spielen und eine sehr ordentliche Leistung zu bringen. Das ist die Basis für Ergebnisse. Für uns ist die Partie gegen Arminia Bielefeld das dritte Highlight-Spiel in Folge. Erst auswärts auf Schalke, dann war der Pokalabend mit Ausnahme des medizinischen Notfalls der magische Abend, den wir uns alle erhofft hatten. Und jetzt kommt direkt das nächste Highlight gegen Arminia Bielefeld: Samstagabend, 20.30 Uhr, Bölle. Arminia ist ein unglaublich starker Aufsteiger, der letzte Saison eine unglaubliche Pokalgeschichte geschrieben hat und gut in die neue Spielzeit gestartet ist. Das wird ein Brett für uns am Samstagabend. Mit dem Schalke-Spiel am Mittwoch haben wir ein Stück weit wieder zu uns gefunden. Nach der Länderspielpause sind wir nicht so gut in Tritt gekommen. Der Abend aber hat uns Vertrauen und auch personelle Alternativen gegeben. Einige haben einen guten Auftritt hingelegt und ihre Chance genutzt. Das ist eine gute Situation für uns, gerade in einer Englischen Woche.
Bielefeld ist eine sehr intensive Mannschaft, die sich sehr stark über Intensität definiert. Sie sind das laufstärkste Team der Liga und in allen relevanten wie sinnvollen Laufstatistiken vorne mit dabei. Die 30 Minuten mehr, die sie im Pokal hatten, sind bei diesem Fitnesszustand nicht entscheidend. Arminia hat bei Union Berlin ein Top-Spiel gemacht. Sie haben auswärts beim Bundesligisten ganz lange um das Weiterkommen im Pokal gespielt. Emotional war es sicherlich ein Nackenschlag, in der Verlängerung zu verlieren. Sie werden Wut im Bauch haben, die gut für ein Spiel sein kann. Wir sind daher sehr gewarnt.
Ein klassisches Training gibt es in dieser Woche fast gar nicht. Am Mittwochabend haben alle gemeinsam noch aktiv regeneriert, was ganz wichtig ist. Auf der Regeneration und den Videositzungen liegt ganz klar der Fokus. Videositzungen sind für mich auch eine Art von Training und gerade in so einer Woche ein ganz wichtiges Element, um das Spiel gegen Bielefeld vorzubereiten. Am heutigen Freitag bewegen wir uns und werden am Samstag vorm Abendspiel noch eine kurze Anschwitz-Einheit haben. Für die Spieler ist so eine Englische Woche wohl das Beste, was es gibt: spielen, regenerieren, spielen.
Bei Patric Pfeiffer mache ich mir gar keine Sorgen. Bei Isac Lidberg müssen wir sehen, ob er schon wieder länger als am Mittwoch spielen kann. Er war unfassbar intensiv in der ersten Halbzeit. Er hat sich gut erholt und fühlt sich grundsätzlich gut. Wie lange es am Samstag reicht, kann ich noch nicht sagen. Bei Kai Klefisch war es geplant, dass er gegen Schalke 60 Minuten spielt. Am Ende sind es 70 Minuten geworden, weil das Spiel in dieser Phase sehr hektisch war. Er ist für morgen ein klarer Startelfkandidat für Samstag.