Nach seiner Verletzungspause steht Kai Klefisch endlich wieder auf dem Platz – und das mit einem rundum positiven Gefühl. Zwei Spiele hat der Mittelfeldspieler des SV 98 inzwischen absolviert. Und sein Fazit fällt eindeutig aus: „Der Körper fühlt sich super an, wirklich hervorragend.“ Das Duell gegen Bielefeld machte Klefisch über die volle Distanz, zuvor im Pokal gegen Schalke stand er 76 Minuten auf dem Feld. Das Ligaspiel auf Schalke kam dagegen noch zu früh. „Ich glaube aber, wir haben es genau richtig gemacht. Es war gut, noch ein Spiel abzuwarten. Das Training mit der Mannschaft hat einfach eine andere Intensität, aber ich habe in der Zeit, in der ich raus war, nicht viel verloren“, erklärt Klefisch zufrieden.
Während seiner Auszeit, in der er drei Partien verpasste, arbeitete der 25-Jährige fleißig im Kraftraum und absolvierte individuelle Einheiten auf dem Platz. „So konnte ich wieder da anfangen, wo ich aufgehört hatte“, sagt er. Trotzdem fiel es ihm schwer, die Spiele seiner Mannschaft nur von außen zu verfolgen: „Es ist wirklich mit das Schlimmste, was es gibt. Zum Glück war es keine Verletzung, die mich monatelang rausgehauen hat, aber jedes Spiel von draußen zu sehen, ist eine Qual. Man will helfen, man hat diesen inneren Drang, etwas beizutragen – aber man kann einfach nichts tun.“
Jetzt ist die Erleichterung groß, endlich wieder Teil des Geschehens zu sein: „Ich bin einfach glücklich, wieder auf dem Platz zu stehen. Wenn man lange mit denselben Jungs spielt, ist man ein eingespieltes Team. Jeder weiß, was der andere macht. Der Trainer spricht ja gern von sogenannten ‚Achsenspielern‘ – und ich glaube, da gehöre ich schon zum Gerüst der Mannschaft.“