Ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung war ein möglicher weiterer Umbau des Merck-Stadions am Böllenfalltor. Nach ersten Gesprächen mit den Behörden erscheinen ein Umbau von Süd- und eventuell auch Nordtribüne, verbunden mit einer moderaten Kapazitätserweiterung auf ca. 20.000 Zuschauer, grundsätzlich möglich – bedürfen aber natürlich einer weiteren sorgfältigen Prüfung.
Vizepräsident Arnd Zinnhardt erläuterte den Anwesenden, dass für die Südtribüne ein Neubau in Betonbauweise mit mehr als 5.000 Steh- und Sitzplätzen weiter erörtert werden soll. Auch ist ein zusätzlicher Business-Bereich unter Beachtung fanspezifischer Belange auf einer neuen Südtribüne in Prüfung. Eine neue Nordtribüne könnte rund 3.500 Plätze für Heim- und Gästefans bieten. Durch eine mögliche Verlagerung des Gästebereichs auf die Nordtribüne wäre die Gegengerade vollständig als Heimtribüne nutzbar. Finanziert werden soll das Projekt unter anderem durch Zuschüsse von Stadt und Land – erste Sondierungsgespräche haben hier bereits stattgefunden.
Darüber hinaus ist ein Genossenschaftsmodell in Prüfung, an dem sich Fans, Mitglieder und Sponsoren beteiligen und mit einem Anteilskauf den weiteren Stadionumbau ermöglichen können. Damit soll eine Fremdkapitalfinanzierung als weitere Säule möglichst klein gehalten werden.
Die endgültige Machbarkeit, Ausgestaltung und Finanzierung des Bauvorhabens sind noch offen, ebenso die anvisierten Gesamtkosten und etwaige Bautermine. Die weiteren Fragen zu einem möglichen Umbau der Kopftribünen werden in den kommenden Wochen und Monaten mit Fachleuten unter Einbindung von Fans und Mitgliedern erörtert. Auch über das mögliche Genossenschaftsmodell wird der SV 98 in den kommenden Wochen weiter informieren.