07.01.2026 / Verein
Mittelmeer & Mannschaftsgeist
Die Winterpause ist vorbei und die Lilien befinden sich bereits in Spanien nahe Valencia, genauer gesagt im Hotel Parador de El Saler. Das einwöchige Trainingslager bietet dabei optimale Bedingungen für eine sportliche Vorbereitung auf die Rückrunde und ist ebenso wichtig für das Mannschaftsgefüge. Wir werfen in einer "Lilien querbeet Trainingslager-Edition" ein Blick auf die aktuellen Tage in El Saler.
+++ Regeneration im Mittelmeer +++
Gerade im Trainingslager in der Anlage des Hotel Parador de El Saler angekommen, ging es zunächst an den Mittagstisch und anschließend direkt auf den Platz zur ersten Einheit. Danach hieß es: Ab ins Hotel und erst einmal entspannen. Denn die frischen acht Grad bei Wind und Regen sorgten am vergangenen Sonntag (5.1.) nicht bei allen für Begeisterung. Marcel Schuhen dagegen hatte eine ganz andere Idee. Die kurzen Wege in der Anlage nutzte er, machte sich auf den Weg zum Strand und sprang kurzerhand ins wirklich zu dieser Jahreszeit sehr kalte Mittelmeer. Für die Regeneration allerdings optimal: „Das kalte Meerwasser mit seinem Salzgehalt ist noch ein bisschen gesünder als ein normales Eisbad, das weiß ja jeder“, grinste der Kapitän der Lilien in einer Medienrunde am Anreisetag.
+++ Matej Maglica nachgereist +++
Aufgrund seiner Krankheit konnte Matej Maglica beim Trainingsauftakt am 3. Januar nicht dabei sein und somit am nächsten Tag auch nicht mit in den Flieger steigen. Nun hat er sich aber erholt und konnte am Dienstag nachträglich dazustoßen.
Bei seinem ersten Essen in der Hotelanlage kam er gleich lächelnd in den Speisesaal. Heute trainiert er erste einmal individuell auf dem Platz. „Er wird nicht von 0 auf 100 starten. Aber ihm geht es gut und er wird jetzt langsam reinkommen“, freut sich auch Fabian Holland über die Ankunft des Kroaten. Schön, dass du nun hier bist, Matej!
+++ Endlich wieder zusammen! +++
Marcel Schuhen hat ihn im Trainingslager schon vermisst. Die letzten drei Vorbereitungscamps verpasste Fabian Holland kranheits- oder verletztungsbedingt. Nun ist er aber endlich wieder dabei, was nicht nur für die Mannschaft, sondern besonders auch für Schuhen wichtig ist. Schließlich sind die beiden langjährige Zimmerpartner im Trainingslager. „Der Fabi hat mich schon ein bisschen alleine gelassen“, sagte der Lilien-Kapitän daher mit einem Lächeln auf den Lippen. Schließlich verbindet die beiden schon eine lange gemeinsame Reise. Für die Nummer eins im Tor des SV 98 ist Holland „ein extrem wichtiger Bestandteil der Gruppe“, der es ihm damals als Neuzugang leicht gemacht habe, in die Mannschaft zu kommen.
+++ Das Spiel des Trainingslagers +++
Wenn die Abendstunden eingeläutet werden, bedeutet das meist, dass keine Termine mehr für die Spieler anstehen. Jeder kann sich die Zeit dann so einteilen, wie er möchte. „Man nutzt die Zeit abseits des Platzes natürlich auch, um etwas zusammen zu machen“, erzählt Fabian Holland in einer Medienrunde am Mittwoch (7.1.). Besonders beliebt: Das Kartenspiel „Wizard“, was mittlerweile zu einer regelrechten Instanz bei der Abendplanung der Lilien-Profis im Trainingslager geworden ist. „Über die Jahre hinweg hat Schuh am meisten gewonnen“, gibt Holland zu. Dieser sei aber auch ein Typ, der selbst bei den kleinsten Spielen ehrgeizig sei und nicht verlieren könne. „Das macht ihn schon aus“, ergänzt Holland. Solche gemeinsamen Abende stärken das Miteinander innerhalb der Mannschaft. Holland sagt, es sei schön zu sehen, wenn alle Spaß daran haben. Und wie steht es um den eigenen Ehrgeiz? Das ist Holland wohl auch zu sehr Profi: „Wenn du solche Spiele spielst, willst du natürlich gewinnen.“
+++ Viel unterwegs +++
Sergio López ist wohl einer derjenigen, die in der Weihnachtszeit 2025 am meisten hin und her gereist sind. Der Feiertag „Día de los Reyes Magos“ (Tag der Heiligen Drei Könige) am 6. Januar ist in Spanien ein besonders bedeutsamer Tag, denn dort findet traditionell die Bescherung statt. Da López an diesem Tag seit Jahren stets trainiert und das meist im Trainingslager, kann er ihn nicht mit seiner Familie verbringen. Deshalb wird die Bescherung bei ihm auf den 25. Dezember vorgezogen. Für ihn bedeutet das aber auch: Zu Beginn der Winterpause reiste er zunächst nach Spanien, um dort mit seiner Familie die Weihnachtszeit zu genießen. Nach Neujahr ging es zurück nach Darmstadt zum Trainingsauftakt, ehe er kurze Zeit später erneut nach Spanien ins Trainingslager flog. Anschließend geht es wieder zurück nach Deutschland, wo der Alltag beginnt. Für Familienmensch und Fußballprofi López jedoch kein Problem.