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10.10.2026 / Profis

„Nach frühem Rückstand nicht den Kopf verloren“

Nach der Länderspielpause sind die Lilien mit einem Heimsieg zurück am Bölle! Gegen Energie Cottbus zeigte der SV Darmstadt 98 vor heimischer Kulisse eine engagierte Leistung und belohnte sich nach einer intensiven Partie mit drei Punkten. Die Stimmen nach dem Spiel haben wir hier für Euch zusammengefasst:

Foto: SV 98
Florian Kohfeldt:

„Die erste Situation und das Gegentor entstehen natürlich, indem wir das nicht gut verteidigen. Mit Marco hätten wir aber auch kurz danach die passende Antwort darauf gefunden. Danach haben wir 20 Minuten gebraucht, um uns erst einmal wieder zu sammeln. Das hatte viel mit dem Zentrum und unserem Spiel zu tun, aber das ist überhaupt kein Vorwurf. Ich möchte Nico heute ausdrücklich loben. Er hat sich komplett in den Dienst der Mannschaft gestellt. Mit 19 Jahren diese Position zu spielen, verdient großen Respekt. Trotz der Chancen der Gäste sind wir stabil geblieben. Wir haben hier vor drei Tagen gesessen und viel über Frustrationstoleranz gesprochen. Ich glaube, die haben wir heute mehr als ausreichend bewiesen.

In der zweiten Halbzeit hat dann, gerade als dieses Quadrat aus Vuko, Paddy, Hiro und Kai endlich einmal stand, zum ersten Mal in dieser Saison vieles gegriffen. Ich glaube, man hat gemerkt, dass diese Mischung aus Ballbesitz und Spielkontrolle, schnellen Umschaltaktionen sowie strukturiertem und organisiertem Verteidigen in der zweiten Halbzeit zum ersten Mal über fast 45 Minuten funktioniert hat. Das freut mich, weil ich wusste, dass die Jungs das in sich haben. Aber wir mussten es eben auch beweisen. Das haben wir heute geschafft, gegen einen sehr spannenden Gegner, wie ich finde, der offensiv tolle Bewegungen hat und extrem schwer zu verteidigen ist. Dementsprechend bin ich heilfroh über diesen Heimsieg, den wir uns insbesondere aufgrund der zweiten Halbzeit absolut verdient haben.“

Claus-Dieter Wollitz:

„Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben mit unserer ersten Chance direkt das erste Tor erzielt. Im Anschluss mussten wir einige Aktionen der Gastgeber verteidigen, sind aber auch selbst mit zwei, drei Situationen in die gegnerische Box gekommen. Mit dem 1:1 haben wir das Spiel allerdings wieder aufgemacht, wodurch die Partie gekippt ist. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, im zweiten Durchgang mutiger, aber gleichzeitig auch organisierter aufzutreten. Stattdessen haben wir das Spielfeld zu groß gemacht. Durch einen Fehler haben wir dann einen Eckstoß verursacht, bei dem Darmstadt seine Stärken hat. Anschließend haben wir gehofft, noch einmal in eine gute Situation zu kommen, das ist uns allerdings nicht gelungen. Die Abschlüsse, die auf unser Tor kamen, waren für Schuhen, der ein guter Torwart ist, kein Problem. Es wäre definitiv mehr möglich gewesen, wenn wir das 2:0 gemacht hätten. Wenn man seine Chancen vorne nicht nutzt, darf man sich hinten keine Fehler erlauben. Deshalb haben wir am Ende auch verdient mit 1:3 verloren.“

Marcel Schuhen:

„Das Tor von Yannik war sehr wichtig für uns, sonst wären die letzten Minuten nochmal unangenehmer geworden. Er hat sich offensiv dazugeschaltet, macht ihn rein und das sind sehr viele Argumente dafür, dass er in dem Moment alles richtig gemacht hat. Es war ein schwieriges und wildes Spiel. Wir wussten, dass wir Räume bekommen werden, die wir die letzten Wochen nicht hatten. Diese Räume hatten wir in der zweiten Halbzeit dann nicht mehr so sehr, weil sie ein bisschen umgestellt haben, aber wir sind geduldig geblieben. Gerade am Anfang war es ein bisschen ein Rauf und Runter. Auch die Ergebnisse der Cottbuser der letzten Woche haben das ein bisschen gezeigt, dass da meistens All-in gespielt wird. Nach einem sehr frühen Rückstand haben wir trotzdem nicht den Kopf verloren. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg. Wir sind uns der Tabellensituation bewusst, aber gucken trotzdem von Spiel zu Spiel. Das war für uns ein sehr wichtiger Sieg. Gerade in der jetzigen Situation geht es darum, Punkte für Punkte für Punkte zu holen und da dran zu bleiben.“

Aleksandar Vukotić:

„Es ist schade, dass ich immer erst einen Fehler machen muss, um ins Spiel zu kommen… Daran muss ich definitiv arbeiten. Für mich ist es entscheidend, wie ich nach einem Fehler reagiere. Es sind normalerweise einfache Fehler, die auf diesem Niveau einfach nicht passieren dürfen. Ich werde alles dafür tun, von der ersten Minute an mit dem richtigen Fokus in die Spiele zu gehen. Cottbus hatte in der ersten Halbzeit gute Chancen, die das Spiel auch hätten entscheiden können. Wir haben unsere Chancen dagegen genutzt. Er war wichtig für unser Selbstbewusstsein und für das gesamte Team. Wir sind eine fast komplett andere Mannschaft als im vergangenen Jahr, haben aber sehr viel Qualität im Kader. Trotz der vergangenen Wochen, ist es wichtig zu betonen, dass dieser Prozess Zeit braucht. Ich bin positiv gestimmt und glaube an diese Mannschaft.“

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