Déjà-vu
Fabian Holland braucht einen Moment für sich. Er steht im Mittelkreis, ungläubig. Sein Blick ist leer. Dann hebt der Kapitän der Lilien den Kopf, sein Blick klart auf. Mit beiden Augen fixiert Holland die riesige LED-Großleinwand an der Düsseldorfer Stadiondecke - 3:2 für Fortuna Düsseldorf, so prangt es dort. Nach so einem Spiel. Unfassbar. Auf den Tag genau vier Monate später ist es Immanuel Höhn, der nach Schlusspfiff einen Moment für sich braucht. Im eigenen Sechzehner lässt er seinen Körper nieder, nur Gesäß und Füße berühren den Rasen. Die Arme hat er frustriert um die Knie geschlungen. Dann lässt Höhn einen mit Leere gefüllten Blick durchs Stadion schweifen. Ein Blick, der wenige Wimpernschläge später wieder aufklart. Spätestens als er die provisorische Old-School-Anzeigetafel auf der gegenüberliegenden Darmstädter Südtribüne entdeckt - 2:1 für Fortuna Düsseldorf, so prangt es dort. Nach so einem Spiel. Déjà-vu.