Rückblick: „Wie Jörg Berger die Flucht in den Westen gelang“
"Auf unserer Freundschaftsspiel-Reise nach Bischofswerda hatte jeder Spieler 100 Ost-Mark als Gastgeschenk erhalten – etwa ein Viertel des Monatsgehaltes eines Arbeiters. Aber wir hatten gar keine Möglichkeit, das auszugeben. Ich habe Postkarten für vielleicht 2,50 Mark gekauft. Als wir am Morgen unserer Abfahrt überlegten, was wir mit dem Geld machen sollten, standen die Kinder der Bediensteten unserer Unterkunft vor dem Bus und wollten noch Autogramme haben. Wir wollten ihnen das Geld geben, aber sie sagten nur: "Wenn wir das nehmen, bekommen wir riesigen Ärger." Also haben wir mit einer der Bediensteten gesprochen und darum gebeten, das Geld anzunehmen und für die Kinder auf Sparbücher einzuzahlen. Erwachsene und Kinder hatten Tränen in den Augen."