Die Partie am Böllenfalltor begann schwungvoll, allerdings erwischten die Gäste den besseren Start: Nach einem langen Ball profitierte Justin Butler von einem Stellungsfehler in der Darmstädter Defensive und schob zur frühen Cottbuser Führung an Marcel Schuhen vorbei (4.). Die Lilien suchten die direkte Antwort. Patric Pfeiffer spielte Marco Richter frei, dessen Abschluss nur zwei Minuten später am Tor vorbeiging.
Auch in der Folge kamen beide Mannschaften zu Möglichkeiten. Nach einer Hereingabe von Noah Weißhaupt verpasste zunächst Milan Smit, ehe Lees Nachschuss über das Tor segelte (14.). Auf der Gegenseite verhinderte Schuhen mit einer Glanzparade gegen einen Kopfball von Butler den zweiten Gegentreffer (20.). Anschließend war wieder der SVD an der Reihe: Eine Hereingabe von William Mikelbrencis erreichte Richter am langen Pfosten, der den Ball artistisch nahm, aber neben das Tor setzte (25.). Cottbus blieb ebenfalls gefährlich: Schuhen war sowohl bei einem zentralen Distanzschuss von Tolcay Cigerci (26.) als auch bei einem Butler-Abschluss in der 33. Minute zur Stelle.
Dann belohnten sich die Lilien für ihre Offensivbemühungen: Ho-jae Lee wurde mit einem langen Ball in Szene gesetzt und legte von der Grundlinie auf Weißhaupt zurück, der zum 1:1 einschoss (36.). Der Ausgleich gab den Hausherren zusätzlichen Schwung.
Darmstadt blieb am Drücker und verzeichnete in der 38. Minute die nächste Gelegenheit durch Richter. Kurz darauf versuchte es Pfeiffer aus der Drehung, setzte den Ball aber knapp am Tor vorbei (40.). Die Lilien drängten damit in der Schlussphase der ersten Hälfte auf den Führungstreffer.
Nach dem Seitenwechsel hatten zunächst die Südhessen mehr von der Begegnung. Erneut waren es aber die Gäste, die den ersten Torschuss abgaben, Copados Flatterball prüfte Schuhen (53.). Auch die Lilien versteckten sich nicht und erarbeiteten sich immer wieder aussichtsreiche Möglichkeiten. Wie schon im ersten Durchgang hatten beide Teams das Visier oben. In der 68. Minute dann die Großchance zum 2:1: Lotka konnte eine Hereingabe nur nach vorne abprallen, dort zog Richter aus zentraler Position ab, verzog aber über den Kasten. Kurz darauf trieb Duijvestijn das Leder über das Feld, Lotka tauchte beim scharfen Flachschuss ganz tief ab (75.). Wenige Sekunden später zeigte er eine Glanzparade, als er einen Weißhaupt-Kopfball von der Linie kratzte. Bei der darauffolgenden Ecke klingelte es: Vukotic schädelte den Ball in die Maschen – 2:1 (77.). Doch das sollte noch nicht der Schlusspunkt sein. In der 87. Minute kombinierten sich die Lilien über die linke Seite nach vorne. Petretta fand mit seinem Zuspiel in den gegnerischen Strafraum Lührs, der in Mittelstürmermanier zum 3:1-Endstand vollendete. In der Schlussphase gab es keine weiteren nennenswerten Torchancen mehr, sodass der zweite Heimsieg in Folge feststand. Nach dem 7. Spieltag stehen die Südhessen damit bei sieben Punkten und belegen zumindest bis morgen Mittag den 13. Tabellenplatz.