Im Alter von nur 57 Jahren ist in dieser Woche der ehemalige Lilien-Profi Roger Prinzen gestorben. In Pfungstadt ist er aufgewachsen und beim dortigen TSV hat alles einst begonnen, ehe Roger Prinzen in den Nachwuchsmannschaften der Frankfurter Eintracht und des 1. FC Kaiserslautern erste Schritte in die große Fußball-Welt unternahm.
Als 18-jähriges „Greenhorn“ kam er schließlich 1987 zum SV Darmstadt 98, für den er in den folgenden vier Jahren 84 Pflichtspiele in Mittelfeld und Abwehr bestritt. 1991 wechselte er zum damaligen Bundesligisten Wattenscheid 09, wo er in drei Jahren in 60 Bundesligaspielen zum Einsatz kam. Zwei Spielzeiten beim Zweitligisten Hannover 96 schlossen sich an, ehe Prinzen in Österreich bei Austria Lustenau anheuerte. Er stieg mit diesem Verein in die erste österreichische Bundesliga auf, entschied sich dann aber im Sommer 1999 nach Deutschland zurückzukehren. Nach einem Intermezzo bei der SpVgg. Greuther Fürth kehrte er für ein halbes Jahr zurück zur Austria nach Lustenau. Bei deren Lokalrivalen FC Lustenau spielte er dann noch drei Jahre und beendete dort 2003 seine aktive Karriere.
Erste Erfahrungen als Trainer sammelte Roger Prinzen im Ausland. Er arbeitete in Liechtenstein (FC Balzers und FC Vaduz), in Österreich (Austria Lustenau) und in der Schweiz (FC St. Gallen). Ab 2013 war Prinzen Trainer des 1. FC Nürnberg II. Zweimal fungierte er überdies als Interimstrainer des Nürnberger Bundesliga-Teams. Später war Prinzen Cheftrainer und Sportlicher Leiter des SV Seligenporten in der Regionalliga Bayern. In den letzten sieben Jahren war der diplomierte Sportmanager und UEFA-A-Lizenztrainer bis zu seinem plötzlichen und überraschenden Tod überaus erfolgreich als Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums (NLZ) beim 1. FC Heidenheim tätig.
Der SV Darmstadt 98 wird Roger Prinzen stets ein ehrendes Andenken bewahren und fühlt in diesen schweren Stunden mit seiner Frau Sonja und seinen Kindern Marlon, Mia und Kim.
Text: Vereinshistorisches Referat