In Halbzeit eins zeigte sich die U21 der Lilien gefestigt. Vor allem die stabile Defensive ermöglichte es, „aus guter Grundordnung, zu guten Umschaltmomenten zu kommen“, teilte U21-Trainer Sebastian Schmitt gegenüber sv98.de mit. Allerdings gelang es den Junglilien nicht immer, diese Momente gut auszuspielen und sie schließlich in Tore umzumünzen. Kamen die Darmstädter vor den gegnerischen Kasten, fehlte zum einen das besagte Quäntchen Glück. Zum anderen stellte sich aber auch ein starker Torhüter der Hanauer einer Führung des SVD in den Weg.
Eine weitere Hürde waren die Platzbedingungen. Die Begegnung wurde kurzfristig auf einen anderen Platz verlegt. Anstatt wie geplant im Stadion zu spielen, wurde das Duell auf dem Nebenplatz ausgetragen. Die kurzerhand veranlasste Spielortverschiebung auf einen teils sehr sandigen, holzigen Platz zwangen das Trainerteam um Schmitt zur Anpassung der Spielidee. „Räume wie auf gewohntem Terrain gezielt zu bespielen, war in Hanau nur schwer möglich“, monierte Schmitt.
In einem „gefühltem 0:0-Spiel“, das nach der Pause etwas abflachte, sollte ein Foulelfmeter zu Gunsten des SC 1960 Hanau die Partie entscheiden. Besonders bitter: Torhüter Benedikt Börner parierte den Strafstoß zwar zunächst, doch nutzte Hanau den Nachschuss und erzielte somit in der 73. Minute den entscheidenden Treffer des Tages.
In der Schlussphase warfen die Junglilien noch einmal alles nach vorne. Mit Impulsen von außen und frischen Spielern sollte der Rückstand egalisiert werden. Junge Akteure wie Keanu Blasa und Esad Smailji, normalerweise in der U19 im Einsatz, verstärkten an diesem Wochenende die U21 mit ihren Einwechslungen. Allgemein ging die U21 mit einer sehr jungen Mannschaft in diese Hessenligapartie. Im Schnitt war das Team 18,94 Jahre jung.
Ein Treffer, er blieb der jungen U21-Truppe an diesem Sonntag aber verwehrt. „Uns fehlte die Durchsetzungskraft, um Kapital aus den wichtigen Momenten zu schlagen“, bilanzierte Schmitt.