„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Mit welcher Herangehensweise gehen die Lilien in das Duell mit Hannover 96 (14.5./13.30 Uhr)? Welches Personal steht dafür zur Verfügung? Und wie ist die Stimmung innerhalb der Darmstädter Mannschaft? Torsten Lieberknecht stand den Journalisten auf der Pressekonferenz am Freitag (12.5.) als Gesprächspartner zur Verfügung und sprach über diese sowie weitere Themen. sv98.de hat die wichtigsten Aussagen des Lilien-Cheftrainers zusammengefasst.
Frank Ronstadt und Oscar Vilhelmsson fallen aus, Marvin Mehlem ist gelbgesperrt. Alle anderen sind fit. Fabian Holland ist einen Schritt weiter und macht einen frischen Eindruck. Er stellt eine gute Option für Sonntag dar.
Die Mannschaft hat das Potential, um die Aufstiegsplätze mitzuspielen. Alle Spieler haben das Niveau dazu. Es steckt viel Potential im Kader. Sie haben insgesamt eine gute Defensivstabilität, Schnelligkeit und eine gute Struktur. Wir haben unsere Ideen, wie wir sie bespielen wollen. Die Aussagen aus Hannover unter der Woche haben mich nicht überrascht. Schließlich gehe ich ohnehin immer davon aus, dass der Gegner gewinnen möchte.
Nach dem Spiel gegen St. Pauli war es mir wichtig, den Jungs direkt morgens viele Szenen zu zeigen. Sie sollten nicht nur das nackte Ergebnis sehen. Die Mannschaft hat ohne Angst und ohne lähmende Beine gespielt und in der ersten Halbzeit nur einen Torschuss zugelassen. Doch hätten wir viele Situationen mit mehr Ruhe ausspielen müssen. In der aktuellen Woche macht die Mannschaft einen konzentrierten Eindruck. Heute waren die Jungs auch mal unzufrieden im Training. Doch ist es richtig und wichtig, dass so etwas vorkommt. Das hält uns am Leben und zeigt uns, vielleicht Nuancen zu überdenken. Wenn wir aber bis lang solch eine Unzufriedenheit im Training unter der Woche hatten, war das Wochenende dann meistens richtig geil.
Wir machen es so wie schon ab dem ersten Spieltag. Wir wollen Punkte sammeln – am besten drei Punkte. Wir sind immer noch der Jäger nach Punkten. In dieser Saison sind noch neun Zähler übrig. Und wir wollen versuchen, diese zu holen. Die Mannschaft verspürt eine große Lust darauf, Spiele zu gewinnen. Unser Antrieb ist die Jagd nach Siegen und Punkten.
Schon gegen St. Pauli hat mich die Mannschaft massiv beeindruckt, wie sehr sie im Tunnel drin war. Das gilt nun auch für das nächste Spiel. Wir wollen uns das Glück mit Massivität und Leidenschaft erarbeiten – eben mit all dem, was uns schon die ganze Saison ausgezeichnet. Deswegen sind wir dort, wo wir sind. Deswegen haben wir 64 Punkte. Die Saison ist erst zuerst zu Ende, wenn die Partie in Fürth abgepfiffen wird.
Im Fußball gibt es keine Matchbälle. Daher denken wir über solche Begrifflichkeiten nicht nach. Wir spielen um Punkte. Wir haben noch drei Spiele, in denen noch insgesamt neun Punkte zu vergeben sind. Daher will ich am Sonntag auch von den anderen Plätzen nichts wissen. Wir wollen unser Ding durchziehen.