„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Eine emotionale Partie mit vielen strittigen Szenen erlebten die Zuschauer am Sonntagnachmittag im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Schlussendlich steht für die Lilien die erste Heimniederlage der noch jungen Saison zu Buche. Wir haben für Euch die Stimmen nach der Partie zusammengefasst.
„Ich finde wir waren in der ersten Halbzeit aus meiner Sicht die bessere Mannschaft. Wir hatten aus meiner Sicht die klareren Torchancen. Gerade die Phase nach dem Platzverweis hatten wir Riesen Dinger, wo wir mit einer Führung in die Halbzeit gehen müssen. Meiner Mannschaft attestiere ich eine herausragende Mentalität und eine sehr gute Leistung unter den Umständen, die dann da waren. Unser Glaube an diesen Weg ist riesig. Du spürst es, wenn wir im Kreis stehen, wenn die Jungs miteinander reden. Schade, dass wir jetzt zwei knappe Spiele verloren haben. Trotzdem wird uns das nullkommanull von unseren Weg abbringen. Wir sind überzeugt von unserer individuellen Qualität, von unserem Zusammenwachsen als Mannschaft und wir sind davon überzeugt, dass wir in dieser Liga noch regelmäßig punkten werden.“
„Die erste Halbzeit war für uns heute ein sehr fahriges Spiel, in dem wir viele Fehler gemacht haben und in dem man gemerkt hat, das wir nicht richtig drin waren. Der Platzverweis hat uns eigentlich gar nicht gutgetan. Es gibt auch noch gute Chancen der Darmstädter gegen uns, in denen Leo Weinkauf gut pariert. Die Halbzeit hat uns gut getan, wir haben Ruhe reinbekommen und haben uns die Dinge angeschaut. Dann kamen wir raus und haben das Spiel klar, souverän kontrolliert. Mit dem 1:0 haben wir das Spiel in meinen Augen entschieden, weil wir dann auch nicht mehr viel zugelassen haben. Aber wir waren fahrlässig in der Chancenverwertung, weil wir das Spiel frühzeitig klar machen hätten können. Ich wünsche dem SVD alles Gute und bei der Qualität der Mannschaft werdet ihr auch Punkte holen.“
„Natürlich war die Rote Karte eine strittige, spielentscheidende Szene. Trotzdem spielen wir eine gute erste Halbzeit. Wir könnten sogar in Führung gehen, bis dahin haben wir nichts groß zugelassen. Dann geht es in die zweite Halbzeit in Unterzahl, die Kräfte gehen langsam aus, das ist normal. Trotzdem bekommen wir dann ein Tor nach einem Elfmeter. Dass wir in Unterzahl in Führung gehen müssen, zeigt die Qualität und den Charakter der Mannschaft. Auch in der zweiten Halbzeit, mit weniger Kraft, haben wir nicht groß Weitschüsse zugelassen. Sie kommen, bis auf den Elfmeter, nicht wirklich an einen Abschluss ran, wo man sagen kann: super gespielt. Wir nehmen auf jeden Fall den Teamgeist und den Charakter mit, den wir gezeigt haben.“
„Die Rote Karte entscheidet natürlich das Spiel mit. Der Matchplan war wirklich sehr gut gegen eine gute Hannoveraner Mannschaft, auch wenn sie aktuell etwas Probleme haben. Wir haben Chancen, auch in Unterzahl, um in Führung zu gehen. Wir haben es aber nicht geschafft, den Ball über die Linie zu bringen. Und dann fällt eben der Elfmeter und Hannover geht in Führung. Man probiert dann viel, um diesen einen Moment zu bekommen, der blieb allerdings aus. Es war ein gebrauchter Tag. Ein Punkt aus drei Spielen, ist natürlich nicht, was wir möchten. Trotzdem bin ich voller Vorfreude auf das nächste Spiel in Kaiserslautern.“
„Es war bitter heute, um ehrlich zu sein. Die Jungs haben alles gegeben, auch in Unterzahl. So lange, mit einem Mann weniger zu spielen, ist nie einfach. Insbesondere gegen einen Gegner wie Hannover, die eine Menge Qualität haben. Wir haben es trotzdem zunächst sehr gut hinbekommen. In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft gezeigt, diesen Kampf anzunehmen und auch gefährlich sein zu können. Wir waren in den ersten 45 Minuten deutlich gefährlicher und haben die Chance auf das 1:0 und müssen in Führung gehen. Im zweiten Durchgang waren wir deutlich weniger gefährlich, das gehört zur Wahrheit dazu. Wir wollten tiefer stehen und die Räume eng für Hannover machen, das ist uns nicht so gut gelungen. Wir haben es leider nicht geschafft, in gefährliche Kontersituationen zu kommen. Die Mannschaft hat alles gegeben und bis zum Ende gekämpft. Auf diese Einstellung kann man stolz sein.“